Daten und Fakten zum Fernsehturm

Der Stuttgarter Fernsehturm, konstruiert vom Stuttgarter Ingenieur Prof. Dr. Fritz Leonhardt, war der weltweit Erste seiner Art. Der 216,61 Meter hohe Turm wurde nach einer Bauzeit von nur 20 Monaten am 5. Februar 1956 eingeweiht. Der Fernsehturm wurde im Stadtbezirk Degerloch auf dem Hohen Bopser 483 Meter über dem Meeresspiegel errichtet. Die Baukosten betrugen 4,2 Millionen D-Mark. Damit war der Turm mit seiner Fertigstellung mehr als doppelt so teuer (1,8 Millionen D-Mark) wie ursprünglich geplant. Über 27 Millionen Gäste besuchten den Stuttgarter Fernsehturm seit seiner Eröffnung 1956 (Stand': Ende 2012).

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Der Stuttgarter Fernsehturm in der Abenddämmerung. Foto: Stuttgart Marketing GmbH

Historisches Wahrzeichen

Im Jahr 1959 erhielt der Fernsehturm einen Architekturpreis. 1986 wurde das Gebäude in die Liste der Kulturdenkmäler aufgenommen und 2009 bekam der Fernsehturm von der Bundesingenieurkammer den Titel "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland" verliehen.

Nach anfänglicher Skepsis und einer teilweisen Ablehnung durch die Bevölkerung entwickelte sich der Fernsehturm nach seiner Eröffnung schnell zu einem Besuchermagneten. Im Schnitt besuchten in den ersten 10 Jahren nach der Eröffnung etwa rund 800.000 Besucher jährlich das Konstruktionsvorbild für alle weiteren Fernsehtürme weltweit. In den letzten Jahren genossen jährlich etwa 300.000 Menschen die Aussicht von der Besucherplattform in rund 150 Metern Höhe. Über die Jahre ist der Stuttgarter Fernsehturm für alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter schnell zu dem Wahrzeichen der Landeshauptstadt avanciert.

Im Turmkorb befinden sich Senderäume des SWR (Südwestrundfunk), eine Veranstaltungsebene, ein Café und in 150 Metern Höhe zwei Aussichtsplattformen. Der Ausblick über die Stadt bis hin zum Schwarzwald und der Schwäbischen Alb ist phänomenal.

Am Schaft des Fernsehturms sind mehrere Auszeichnungstafeln angebracht. Foto: Minges/Stadt StuttgartVergrößern
Am Schaft des Fernsehturms sind mehrere Auszeichnungstafeln angebracht. Foto: Minges/Stadt Stuttgart