Das Klimawandelanpassungskonzept Stuttgart (KLIMAKS)

Der Klimawandel schreitet voran: Auch in der Region Stuttgart nehmen die Temperaturen erkennbar zu. Aktuell liegt man in Baden-Württemberg etwa 1,1 °C über dem Mittelwert des Zeitraums 1961 bis 1990, der als Vergleichszeitraum für die Klimaentwicklung international vereinbart ist.

Klimamodelle bis zum Jahr 2050 zeigen, dass die Temperatur weiter steigen wird. Damit verbunden sind mehr Sommertage und heiße Tage. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Umwelt, sondern auch auf die Gesundheit: Vor allem für ältere und kranke Menschen kann das gefährlich sein.


KLIMAKS - Stuttgarter Klimawandelanpassungskonzept

Das Amt für Umweltschutz/Stadtklimatologie hat unter seiner Federführung das Stuttgarter Klimawandelanpassungskonzept KLIMAKS erarbeitet: Darin sind die bisherigen Aktivitäten der Stadt und notwendige weitere Maßnahmen gebündelt. http://www.stadtklima-stuttgart.de/index.php?klima_kliks_klimaanpassungskonzept

Beispiel Stadtklimatologie und nachhaltige Stadtentwicklung:
 

  • Grünflächen erhalten und vergrößern
  • Frischluftschneisen und Luftaustauschbahnen sichern
  • Verkehrsgrün, begrünte Stadtbahngleise, Dachbegrünungen
  • Bauliche Maßnahmen bei städtischen Hochbauten: außen liegender, wirksamer Sonnenschutz, Begrenzung des Fensterflächenanteils


HITWIS - Hitzewarnsystem in Stuttgart

Ein Teilprojekt von KLIMAKS ist das Hitzewarnsystem in Stuttgart - kurz genannt HITWIS. Dieses Projekt wurde mit Hilfe einer Förderung durch das Land Baden-Württemberg durchgeführt. Weitere Projekte und Ergebnisberichte unter: http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/244203

Mit dem Projekt HITWIS wird aufgezeigt, wie die Informationen zum Thema Hitze heute die Bevölkerung erreichen und was getan werden kann, um die Hitzeinformation der Bevölkerung zu optimieren. Die Studie soll zudem anderen Städten ein adäquates Handeln bei Hitze ermöglichen.

Im Rahmen des Projektes wurden zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten zur Information der Bevölkerung bei Hitze entwickelt. Erste Maßnahmen wurden umgesetzt. Informationsquellen und Multiplikatoren sind wichtig. Dazu gehören beispielweise Pflegedienste, Wohnungsbaugesellschaften, Hilfsdienste und Stadtteilorganisationen.

Bereits bestehende Informationen zur Hitzwarnungen sollen gebündelt werden. Beispiel: der Hitzewarndienst des Deutschen Wetterdiensts (DWD). Per Newsletter kann sich jeder über die aktuelle Warnsituation informieren lassen: Hitze-Newsletter

Weiterhin wurden ein Informationsflyer neu aufgelegt, Pickup Karten hergestellt, eine Internetpräsenz im städtischen Internetportal geschaffen, ein Großdisplay an einer Bundesstraße mit Informationseinblendungen bestückt und eine Stuttgart spezifische Hitze-App konzipiert. Wichtig ist es auch, Hitzeinformationen und Hitzewarnungen zielgruppenspezifisch weiterzugeben, insbesondere an stärker betroffene Personengruppen: alleinlebende, nicht betreute ältere Menschen aber auch die Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen.