befristeter Aufenthalt mit Schengen-Visum

Allgemeines

Sind Sie Staatsangehöriger oder Staatsangehörige eines Staates, aus dem Sie nur mit einem Visum nach Deutschland einreisen dürfen?
Dann müssen Sie dieses zunächst bei der deutschen Auslandsvertretung (Botschaften, Konsulate) bzw. bei der Auslandsvertretung eines anderen Schengenstaates unter Angabe des beabsichtigten Aufenthaltszwecks beantragen.
Ein Schengen-Visum (Visum für kurzfristige Aufenthalte) benötigen Sie für folgende Aufenthalte:

Schengen-Visum der Kategorie "A" (Flughafentransitvisum) oder "C"

Durchreise durch das Schengen-Gebiet in einen Drittstaat (der nicht Schengen-Staat ist) auf dem Luft- oder Landweg

Schengen-Visum der Kategorie "C"

Kurzaufenthalt von bis zu drei Monaten innerhalb einer Frist von sechs Monaten ab dem Tag der ersten Einreise

Es berechtigt zu Kurzaufenthalten in

  • Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Spanien
  • seit 21. Dezember 2007 auch in Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Slowenien und Ungarn sowie
  • seit 12. Dezember 2008 auch in der Schweiz und
  • seit 19. Dezember 2011 auch in Liechtenstein.
Achtung: Sie dürfen mit dem Visum der Kategorie "C" keine Erwerbstätigkeit aufnehmen.

Sie können das Visum auch für mehrere Aufenthalte mit einem Gültigkeitszeitraum von bis zu fünf Jahren erhalten.

Für einen längerfristigen Aufenthalt benötigen Sie ein nationales Visum

Tipp: Auf den Seiten des Auswärtigen Amtes finden Sie eine
Staatenliste zur Visumpflicht beziehungsweise Visumfreiheit bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland

Voraussetzungen

  • Ihre Identität ist geklärt und Sie erfüllen die Passpflicht,
  • Ihr Lebensunterhalt ist gesichert,
  • es liegt kein Ausweisungsgrund gegen Sie vor und
  • soweit kein Anspruch auf einen Aufenthaltstitel besteht:
    Ihr Aufenthalt beeinträchtigt oder gefährdet nicht die Interessen der Bundesrepublik Deutschland.

Hinweis:
Die Erteilung eines Visums kommt nicht in Betracht, wenn Sie ausgewiesen, abgeschoben oder zurückgeschoben worden sind.

Unrichtige oder unvollständige Angaben im Visumverfahren haben normalerweise die Versagung eines Aufenthaltstitels nach der Einreise zur Folge. Sie können auch zu einer Ausweisung Anlass geben.

Unterlagen

  • Pass oder Passersatz
  • Nachweise der genannten Voraussetzungen (z.B. Verpflichtungserklärung eines Dritten über die Sicherstellung des Lebensunterhalts)

Bearbeitungsdauer

Die Bearbeitungsdauer beträgt normalerweise zwischen 2 und 10 Arbeitstage. Vor allem während der Hauptreisezeiten können Verzögerungen auftreten.

Rechtsgrundlagen

  • §§ 5,6 AufenthG
  • Schengener Grenzkodex
  • EU- Visumverordnung
  • Visakodex

Weitere Informationen

 
 

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