Gedichte von Marvin Lange (4. Preis beim Jugend-Lyrikwettbewerb 2013)

Das Gift im Herzen

An den Rande gedrängt.
Der Fluss der Schmerzen,
fletscht die hässlichen Reißzähne.
Ein rasselndes Seufzen,
voll Furcht vor dem Fehlen,
die Lohe der Hoffnung im Sturm,
so sehr sie sich windet,
nichts entkommt dem unstillbaren Hunger.

Doch halt' deinen Geist fest,
lass' ihn nicht schwinden.
Trockne die Tränen
und blick' nicht nach unten,
wo gellendes Lachen die Hitze durchtrennt.
Denn dort, wo ein Mensch ist,
da ist auch ein WIlle,
dem Wahnsinn des Todes zum Trotz.

Sternschnuppe

Ein Funkeln fern der Himmelswelt,
eiskalte Luft, die jäh verbrennt,
von Schönheit stumm die Nacht erhellt,
und Dunkelheit wie Samt durchtrennt.

Nun lass' die Wogen deiner Sinne,
mit fest geschloss'nen Augen gar,
auf dass sie süße Träume spinnen,
der Glaube bleibt, der Wunsch wird wahr.