Gedichte von Caitlin Arnold (4. Preis beim Jugend-Lyrikwettbewerb 2013)

Lichter lügen
Ich hab jedem falschen Lachen geglaubt
Und hab' dir wirklich alle Lügen erlaubt
Denn irgendwann früher hab' ich dir mal vertraut.

Wir waren immer zusammen, sind zusammen gerannt
Endlose Straßen entlang, Hand in Hand.
Was auch immer ich damals sah
Jetzt weiß ich, du warst nie wirklich da.

Ich fleh' um dich, schrei ich liebe dich.
Doch die Lichter übertönen mich.

Sie singen lauter wir fangen dich
Spring jetzt für ein Leben im besseren Licht
Nur ich schrei
Geh nicht
Verlass mich nicht
Spring nicht, oh bitte, spring nicht.

Doch ich weiß, wann ich verloren hab.
Du drehst dich um
Und bleibst für immer stumm.

Träume
Das Seil in deinem Leben,
Der Moment in dem wir schweben,
Der Raum der tausend Räume,
Das sind unsere Träume.

Träume kommen und gehen,
In Träumen kannst du alles sehen,
In Träumen darfst du alles sein,
Ein Wimpernschlag du wachst auf und bist wieder allein.

Du wachst auf und siehst, wie deine Welt zerfällt,
Deine Welt, die dich am Leben hält,
dein Schloss, aus Fantasie gebaut,
es wurde dir von der anderen Welt geklaut.

Ich träume von dir, doch du bist nur ein Traum,
nur ein Traum; ich sehe dich kaum.

Lauf über die Brücke,
Reiß' meinen Traum vom Leben in Stücke,
Und kämpfe still mein letztes Gefecht.
Was sehen wir nicht;
Was ist noch echt?