Pflege & Bewirtschaftung des Forsts

Rund 45 forstlich ausgebildete Mitarbeiter des Garten-, Friedhof- und Forstamts pflegen und bewirtschaften die rund 4.700 Hektar Stadt- und Staatswälder naturnah und fachkundig. Sie sorgen dafür, dass der Wald sich gesund entwickeln kann und dass er auch seltenen Tieren und Pflanzen eine Heimat ist. Unter strikter Beachtung der Nachhaltigkeit ernten sie den umweltfreundlichen und faszinierenden Rohstoff Holz und vermarkten ihn an gewerbliche Verarbeiter und private Endverbraucher.

Forstreviere

Holzernte und Holzverkauf

Arbeitssicherheit, Boden- und Bestandsschonung haben oberste Priorität. Deshalb werden nur qualifizierte Fachkräfte eingesetzt. Das Holz aus dem Einschlag wird fachgerecht bewertet und sortiert. Entsprechende Sortimente werden an die Furnier- und Sägewerke verkauft sowie als Industrieholz zur Spanplatten- und Papierproduktion oder als Brennholz vermarktet.

Holzstämme

Jagd

Eine wald- und wildgerechte Jagd ist eine wesentliche Voraussetzung für eine naturnahe Bewirtschaftung unserer Wälder. Die Mitarbeiter der Abteilung Forsten beobachten den Einfluss des Wildes auf die Waldentwicklung und fertigen Verbissgutachten als Grundlage für die Rehwild-Abschussplanung an.
Privatjäger ohne eigenes Jagdrevier haben die Möglichkeit, sich bei der Abteilung Forsten über Begehungsscheine an der Jagd zu beteiligen. Bewerbungen um einen Begehungsschein können formlos an die Abteilung Forsten gerichtet werden.

Schutz der Wälder

Städtische Mitarbeiter schützen den Wald vor Schädlingen, Klimaeinflüssen und Umweltschäden. Hierzu gehören die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ebenso wie Maßnahmen zur Minimierung von Sturmschäden. Im Rahmen der Aufsichtspflicht wird bei den privaten Waldbesitzern auf die Einhaltung des Landeswaldgesetzes und der Schutzgebietsverordnungen geachtet.

Waldarbeiter mit Motorsäge

Naturschutz

Die Abteilung Forsten hat im Wald die Verantwortung für die Tier- und Pflanzenwelt, für den Erhalt natürlicher Ressourcen und für das Landschaftsbild. Naturschutzaspekte finden auch in der täglichen Arbeit Berücksichtigung, etwa durch den Schutz von Höhlenbäumen oder mit der Entwicklung und Pflege von artenreichen Waldbeständen.

Renaturierter Feuerbach

Alt- und Totholzkonzept

Insbesondere die an alte und absterbende Bäume sowie an totes Holz gebundenen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sind in bewirtschafteten Wäldern seltener als in Naturwäldern. Mit einem speziellen  Alt- und Totholzkonzept trägt die Abteilung Forsten dazu bei, dass im Stuttgarter Wald ein flächendeckendes Netz  an alten und toten Bäumen und unbewirtschaftete Waldflächen erhalten wird. Diese bieten vielfältige Lebensräume für Käferarten, Vögel, Moose, Pilze und auch Fledermäuse.

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