Gesundheitsgefahren

Der Aufenthalt im Wald und in der freien Natur ist belebend für Geist und Körper, regt den Kreislauf an und entspannt vom hektischen Alltag. Damit Sie den Ausflug in die Natur rundum genießen können, ist das Wissen um mögliche Gesundheitsgefahren zu beachten.

Zecken

Zecken sind vor allem in warmen Monaten aktiv. Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen über sie zusammengestellt:

Zecke

Eichenprozessionsspinner

In Baden-Württemberg ist der Eichenprozessionsspinner weit verbreitet. Die Haare der Schmetterlingsart können verschiedene Krankheiten auslösen. An exponierten Stellen wird der Eichenprozessionsspinner bekämpft. Innerhalb des Waldes kommt er jedoch insbesondere an besonnten Bereichen von Waldsäumen oder auch im Bestandesinneren vor. Nester des Eichenprozessionsspinners sollten keinesfalls berührt oder mit nach Hause genommen werden:

Eichenprozessionsspinner

Astbruch/Totholz

Das Absterben und Herabfallen von Ästen oder das Umstürzen ganzer Bäume gehört zum natürlichen Erscheinungsbild des Waldes. Entlang öffentlicher Straßen sowie in der Umgebung von Erholungseinrichtungen wie zum Beispiel Spiel- und Grillplätzen erfolgt daher eine regelmäßige Baumkontrolle, um die von den Bäumen möglicherweise ausgehenden Gefahren bereits im Vorfeld zu erkennen und auszuräumen. Das Betreten der Waldflächen und der Waldwege - unabhängig von deren Breite und Ausbauzustand -  geschieht jedoch auf eigene Gefahr des Waldbesuchers. Der Waldbesitzer haftet für die waldtypischen Gefahren - also insbesondere Astbruch oder umfallende Bäume - nicht.

Astbruch

Fuchsbandwurm

Durch das Essen roher Beeren und Früchte kann der Fuchsbandwurm übertragen werden. Es wird empfohlen, bodennah gesammelte Früchte und Beeren niemals ungewaschen zu essen.

Erdbeeren, Johannisbeeren

Giftpflanzen

Giftige Pflanzen sind Teil unserer Umwelt. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg hat eine Übersicht der wichtigsten Giftpflanzen erstellt:

Wenn Sie Verdacht auf eine Vergiftung schöpfen, kontaktieren Sie den Giftnotruf in Freiburg. Die Informationszentrale ist 24 Stunden am Tag besetzt.

Giftflasche

Hantavirus

Hantaviren werden über den Speichel und Kot von infizierten Nagetieren übertragen. Der Mensch nimmt diese über die Atemwege oder über den direkten Kontakt auf.

Maus im Gebüsch

Wildtiere

Die Wälder sind Lebensraum für zahlreiche Wildtiere. Im Regelfall vermeiden die Wildtiere den direkten Kontakt mit Menschen und sind entsprechend scheu. Sollten Sie Wildtiere sehen, so verhalten Sie sich ruhig, um die Tiere nicht zu vertreiben und freuen Sie sich über die seltene Naturbeobachtung.

In sehr seltenen Fällen können sich in der Brutzeit Greifvögel - insbesondere Bussarde - durch sich schnell bewegende Menschen (Jogger, Radfahrer) bedroht fühlen und (Schein-)Angriffe fliegen. Hier hilft es, den Kopf zu schützen und sich ruhig vom Ort des Geschehens zu entfernen.

Wildschweine haben eine hohe Fluchtdistanz. Insbesondere im Frühjahr ist es möglich, dass Sie abseits der Wege im Dickicht auf Frischlinge (junge Wildschweine) im Wurfkessel treffen. In diesen Fällen sollten Sie sich sofort und auf direktem Weg wieder entfernen, da die Wildschweinbache ihre Jungen verteidigt.

Im Wald verhalten sich Füchse ausgesprochen scheu. Sollte innerhalb des Waldes ein Fuchs zutraulich auf Sie zu kommen, so vermeiden Sie unmittelbaren Kontakt.

Generell gilt, dass Wildtiere nicht angefasst oder gestreichelt werden sollten. Wildtiere, die so zutraulich sind, dass man sie streicheln oder anfassen könnte, weisen meist Krankheiten oder Verletzungen auf. Entdecken Sie im Wald solch zutrauliches oder verletztes Tier, kontaktieren Sie in diesen Fällen bitte das Garten-, Friedhofs- und Forstamt. Treffen Sie außerhalb des Waldes auf ein (verletztes oder krankes) Wildtier, verständigen Sie bitte den Tiernotdienst oder die Polizei.

Wildschwein