Bezirksrathaus Münster - Ein historisches Gebäude

Das Gebäude Schussengasse 10 stammt aus dem 15. Jahrhundert. Es ist ein ehemals zweigeschossiges Sichtfachwerkhaus das ursprünglich eine Meierei (milchverarbeitender Betrieb mit Viehhaltung, Molkerei und Käserei) des Kloster Lorch''schen Pfleghofs war. Die Frühgeschichte Münsters ist geprägt von dem vermutlich 1473 errichteten Pfleghof des Klosters Lorch. Von hier aus zog das Kloster die ihm gebührenden Naturalabgaben aus zahlreichen Gemeinden um Münster ein. Der Ortsname leitet sich vermutlich von dem lateinischen Wort "monasterium" (Kloster) ab. Das Kloster Lorch hatte in seiner Blütezeit umfangreichen Klosterbesitz im Remstal und im Welzheimer Wald (z.B. Stuttgart-Münster, Welzheim, Alfdorf, Täferrot, Wäschenbeuren).

Ab 1819 wurde es als Schul- und Rathaus genutzt, seit 1879/80 ausschließlich als Schulgebäude und seit 1945 ist dort das Bezirksamt Münster beheimatet.

Architekt ist der Werkmeister Keppler. 1919 erfolgte ein zweiter Umbau, das Gebäude wurde um das zweite Obergeschoss (in Fachwerk) erhöht und verputzt (Ortsbaumeister Edmund Stark).

Helles Haus mit braunen Schlagläden vor den zahlreichen FensternVergrößern
Bezirksrathaus Münster. Foto: Manfred Engelmann
 
 

Mehr zum Thema