Unternehmensverantwortung

Viele Unternehmen zeichnen sich durch eine sehr verantwortungsbewusste Unternehmensführung und durch ein gesellschaftliches Engagement aus. Wer das unternehmerische Engagement stärker als bisher zu bündeln und systematischer in alle Bereiche der Unternehmenstätigkeit zu integrieren weiß, der erhöht in zweifacher Weise den Nutzen: für die Gesellschaft, aber auch für das Unternehmen selbst.

Denn engagierte Unternehmen finden zum Beispiel einfacher neues Personal oder passende Auszubildende. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind stolz auf ihr Unternehmen und damit motivierter. Engagierte Unternehmen werden von ihren Kunden besonders positiv bewertet. Fazit: Unternehmen, die sich für ihr Umfeld einsetzen, sind klug, handeln vorbildlich und sind gern gesehen!

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Foto: ccvision

Sozialer Marktplatz Stuttgart

Der "Soziale Marktplatz" bietet das Forum, auf dem Wirtschaftsunternehmen und gemeinnützige Organisationen Kooperationen zu beiderseitigem Vorteil vereinbaren können. Dabei bringt jede Seite ein, was sie am besten kann.  Der 7.  "Soziale Marktplatz" fand am 23. Juli 2015 statt.

35 gemeinnützige Organisationen und 24 Unternehmen nahmen teil  und vereinbarten 77 Kooperationen mit 1090 Arbeitsstunden.

7. Sozialer Marktplatz - 2015: Bunte Verkleidungen und geschmückte Stände wecken Interesse.
7. Sozialer Marktplatz - 2015

Die "Gute Sache"

Die "Gute Sache" beinhaltet ein mehrmonatiges Qualifizierungsprogramm für gemeinnützige Organisationen und verhilft ihnen dazu, Wirtschaftsunternehmen für gemeinsame Projekte auf Augenhöhe zu begegnen. Teilgenommen haben acht Organisationen.

Gute Sache -  2015: Bürgermeister Wölfle eröffnet die Abschlussveranstaltung der 'Guten Sache' - 01Vergrößern
Abschlussveranstaltung im Juli 2015. Foto: Michael Hellstern, Stadt Stuttgart

"Soziale Tage": Unternehmen stellen Mitarbeiter frei

Unternehmen in Stuttgart übernehmen soziale Verantwortung, indem sie Mitarbeiter für freiwilliges soziales Engagement freistellen. Das Sachgebiet "Förderung Bürgerschaftliches Engagement" vermittelt zwischen Unternehmen und interessierten Organisationen.


Mitarbeiter einer Bank renovieren die Räume einer BehinderteneinrichtungVergrößern
Foto: agentur-mehrwert.de

UPJ-Netzwerk

UPJ ist das Netzwerk engagierter Unternehmen und gemeinnütziger Mittlerorganisationen in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Projekte, die zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen, indem sie neue Verbindungen zwischen Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen und öffentlichen Verwaltungen schaffen.


Eines der Projekte des UPJ ist die Online-Plattform Diskutieren.de, auf der Themen rund um die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen zur Diskussion gestellt werden. Die Beiträge werden ausgewertet und sollen zur Entscheidungsfindung bei entsprechenden Fragestellungen beitragen.

Engagementbericht 2012

Der Engagementbericht der Bundesregierung gibt eine Bestandsaufnahme der Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland. Schwerpunkt des ersten Berichts aus dem Jahr 2012 ist die unternehmerische Mitverantwortung. Laut Bericht engagieren sich fast zwei Drittel aller deutschen Unternehmen (64 Prozent) bürgerschaftlich in einem Umfang, dessen finanzieller Gegenwert rund 11 Milliarden Euro entspricht.

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Quelle: bmfsfj.de

Corporate Volunteering - eine Fallstudie

Corporate Volunteering basiert auf der Idee, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter/-innen während der Arbeitszeit freistellen, um sozialen Einrichtungen und Trägern bei konkreten Problemen und Aufgaben zu helfen. Die Studie der Universität Bremen zeigt anhand einer Analyse von freiwilligen Tageseinsätzen von Mitarbeitern am Bremer "Day of Caring", dass nicht nur die gemeinnützigen Einrichtungen, sondern auch die Unternehmen sowie die Gesellschaft als Ganzes vom Corporate Volunteering profitieren.

Studie Engagement in Bremer UnternehmenVergrößern

DIN ISO 26000 - ein Leitfaden zum gesellschaftlichen Engagement von Organisationen

Nach fünfjähriger Vorarbeit hat die internationale Normungsvereinigung ISO im Jahre 2010 einen Leitfaden zum verantwortungsbewussten Verhalten von Organisationen gegenüber der Gesellschaft verabschiedet.

Der Leitfaden wurde in Deutschland 2011 als DIN ISO 26000 veröffentlicht.

Er versucht für Organisationen aller Art darzustellen - Unternehmen, Firmen, Betriebe, Parteien, Verbände, Vereine -, welche Anforderungen an ihre Tätigkeit bestehen und er will Orientierung geben, wie man den Anforderungen entsprechen kann.

Der Leitfaden gliedert sich in sieben Grundsätze als Fundamente für die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung: Rechenschaftslegung, Nachvollziehbarkeit, ethisches Verhalten, Achtung der Interessen Beteiligter, rechtsstaatliches Handeln, Einhaltung internationaler Verhaltensstandards, Einhaltung der Menschenrechte.


Sieben
Kernthemen bilden die Hauptbereiche gesellschaftlicher Verantwortung ab:

Organisationsführung, Menschenrechte, Arbeitsgestaltung, faire Betriebs- und Geschäftspraxis, Umwelt, Konsumentenanliegen, Gemeinwohlbezug. Diese Kernthemen sind wiederum in verschiedene Handlungsfelder unterteilt. Zudem gibt der Leitfaden Umsetzungsempfehlungen zur Integration der DIN ISO 26000 in die eigene Organisation. Die Anwendung der Norm ist freiwillig, sie ist nicht zertifizierbar.

Titelbild Broschüre DIN ISO 26000Vergrößern

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