Lärm durch Baustellen

Wer kennt ihn nicht, den Lärm eines Presslufthammers & Co.? Nachstehend finden Sie die rechtlichen Grundlagen für die Beurteilung von Lärmbelästigungen durch Maschinen und Geräte, die auf Baustellen eingesetzt werden.

Bei Lärmbelästigungen durch Baustellen ist die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm maßgebend.

Diese setzt für jede Gebietsausweisung Immissionsrichtwerte fest - für ein Mischgebiet gelten andere Richtwerte als beispielsweise für ein Gewerbegebiet oder ein Allgemeines Wohngebiet.

Als Nachtzeit gilt die Zeit von 20 Uhr bis 7 Uhr. In dieser Zeit sind die Immissonsrichtwerte niedriger als zur Tageszeit (Ausnahme: Im Industriegebiet betragen die Immissionsrichtwerte sowohl tags als auch nachts 70 dB(A)). Mittagsruhezeiten sind nicht festgelegt. Der Samstag gilt als Werktag.

Die geltenden Immissionsrichtwerte können nicht immer eingehalten werden - zum Beispiel ist der Abbruch eines Gebäudes ohne Lärm nicht möglich. Da die Projekte trotzdem realisiert werden müssen, können bei anhaltenden, unvermeidbaren Lärmbelästigungen ggf. "Lärmpausen" vereinbart werden, was jedoch wiederum dazu führt, dass sich Bauarbeiten über einen größeren Zeitraum erstrecken. Ausnahmsweise dürfen lärmintensive Tätigkeiten zur Nachtzeit durchgeführt werden, soweit es sich um unaufschiebbare oder im öffentlichen Interesse liegende Arbeiten handelt.

Kommt es zu Beschwerden wegen Baustellenlärm, setzen wir uns meist mit der Abteilung Gewerbeaufsicht in Verbindung und bitten um Überprüfung der Baustelle. Wir raten Ihnen jedoch, zunächst einmal selbst mit dem Baustellenverantwortlichen Kontakt aufzunehmen. Oft kann der Beschwerde damit ohne größere Umwege direkt abgeholfen werden.

Bagger - BaulärmVergrößern
Foto: Stadt Stuttgart

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