Tagung "Baugemeinschaften in neuen Stadtquartieren" Öffentliches Expertenhearing "Bau und Wohnmodelle in Stuttgart"

Die Tagung "Baugemeinschaften in neuen Stadtquartieren" am Freitag, dem 13. Sept. 2013 hat in sechs Vorträgen aus verschiedenen europäischen Städten Strategien und Beispiele einer Quartiersentwicklung unter Einbeziehung gemeinschaftlicher Bau- und Wohnprojekte thematisiert. Der Bogen reichte von einem breit angelegten und bewährten kommunalen Engagement wie in Hamburg und Tübingen hin zu neuen systematischen Ansätzen wie sie Köln und Stuttgart praktizieren wollen. Aber auch rein privatwirtschaftlich gestartete Initiativen und Projekte wie in Rotterdam und Wien haben interessante Akzente gesetzt.

Im öffentlichen Expertenhearing "Bau und Wohnmodelle in Stuttgart" am Samstag, dem 14. Sept. 2013 wurde die Thematik in zwei Themenblöcken anhand von jeweils drei Impulsvorträgen zu Fragen der sozialen und baulichen Konzeption von Projekten vertieft. Die kompetent besetzte Diskussionsrunde bestand aus Kommunalvertretern, Architekten und Baubetreuern, Vertretern der Bürgerschaft, Hochschulen und dem Publikum (u.a. Bauwillige und Baugruppeninitiativen).

Fazit:

Die Tagung hat nicht nur gezeigt, wie lebendig, innovativ strategisch und professionalisiert sich die Baugemeinschaftsszene entwickelt und in Deutschland und Europa positioniert, sie hat auch gezeigt, wo bei den Städten strukturelle Schlüsselhemmnisse und organisatorische Herausforderungen liegen, deren Berücksichtigung den Erfolg bürgerschaftlichen Bauens maßgeblich mitbestimmen. Im Rahmen des Expertenhearings konnten zudem viele Erfahrungen eingefangen werden, die für die weitere Programmplanung und Projektentwicklung auf dem Killesberg, beim Olga- und Schoch-Areal, im NeckarPark und auf anderen Standorten nützlich sind.
Städte und Baugemeinschaften sind Partner bei der Entwicklung neuer Stadtquartiere. Gewünscht sind eine Vielfalt an Bau- und Wohnformen sowie tragfähige und zukunftsfähige Lösungen, auch in Kooperationen verschiedener Träger. Die Baugruppenszene benötigt Projekte, um sich weiter zu entwickeln, die Stadt sollte die Chancen nutzen, dabei verantwortlich Regie zu führen.

Nachfolgend finden Sie die das Programm der beiden Veranstaltungstage mit den Präsentation zu Vorträgen und Impulsreferaten der beiden Veranstaltungstage als PDF-Dateien.

Link auf den Internetauftritt des Mitveranstalters Bundesverband Baugemeinschaften e. V.

Tagung "Baugemeinschaften in neuen Stadtquartieren" Freitag 13. September 2013

Kooperationsgemeinschaften: Herausforderungen für neue Baugemeinschaften in neuen Stadtquartieren (PDF - 1,7 MB)
Dr. Gerd Kuhn, Soziologe, Tübingen

Stadtbaustein Baugemeinschaft (PDF - 782 KB)
Prof. Leonhard Schenk, Architekt und Stadtplaner, Stuttgart

Gute Beispiele:

Quartiere in Tübingen - Vom Französischen Viertel zur AltenWeberei (PDF - 8,3 MB)
Cord Soehlke, Baubürgermeister der Stadt Tübingen

Baugemeinschaften in Wien (PDF - 3,4 MB)
Robert Temel, Journalist und Forscher, Wien

Der andere Weg. Wallisblok Rotterdam (PDF - 8,7 MB)
Laura Weeber, Architektin, Rotterdam

Neue Entwicklungen:

Hafencity Hamburg, bisherige Umsetzung und neue Entwicklungen u. a. Baakenhafen (PDF - 3,8 MB)
Frau Hansen, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Agentur für Baugemeinschaften, Hamburg

Clouth Quartier, Köln (PDF - 3,8 MB)
Bernd Streitberger, Geschäftsführung Modernes Köln
Regina Stottrop, Netzwerk Baugemeinschaften im Haus der Architektur (hdak), Köln

Der Stuttgarter Weg - Stuttgart unterwegs Strategische Überlegungen und Pilotprojekte (PDF - 6,7 MB)
Axel Fricke, Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung, Stuttgart

Öffentliches Expertenhearing "Bau- und Wohnmodelle für Stuttgart" Samstag 14. September 2013

Teil 1 - Gruppenkonzepte / Programmatik des Zusammenlebens

Leitfragen:

  • Wie kommt die Programmatik ins Projekt?
  • Zusammensetzung Eigentum/Vermietung
  • Vertragsabschlüsse sichern und lebendig halten
Die Wabe-Idee: Gemeinschaftliche Wohnformen für Jung und Alt (PDF - 728 KB)
Kurt Kühfuß, Doris Kunkel,Wabe e.V. Stuttgart

Sozial verantwortliche Lösungen Projekt "Die Tarpens"/ "De olen Smugglers" Langenhorner Chaussee Hamburg (PDF - 2,7 MB)
Angela Hansen, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Agentur für Baugemeinschaften, Hamburg

Nachbarschaft und Gemeinschaft - gruppenübergreifend (PDF - 2,0 MB)
Matthias Gütschow, Architekt und Projektentwickler für Baugemeinschaften, Tübingen

Teil 2 - Architekturkonzepte / bauliche Umsetzung

Leitfragen:
  • Welche Parzellierungs- und Bauformen sind mit welcher Maßstabssetzung möglich?
  • Wie erfolgt die Projektsteuerung - Verhältnis "Kümmerer" und "Eigeninitiative"?
Selbst organisierte "Klassiker" - Haus Prisma (PDF - 4,7 MB)
Lothar Albus, Noenenalbus Architekten, Tübingen

Steuerung von Baugruppen (keine Präsentation verfügbar)
Marc Richter, ZOOMARCHITEKTEN GmbH, Berlin

Das "Esslinger Modell" - Bauträger als Kooperationspartner (PDF - 2,9 MB)
Hagen Schröter, Geschäftsführer, EWB Esslinger Wohnungsbau GmbH, Esslingen

 

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