Hygienische Bedenken

Das in Zisternen von Dachflächen gesammelte Regenwasser ist im Vergleich zu unserem praktisch keimfreien Trinkwasser mikrobiologisch stärker belastet. Die Qualität reicht aber für eine Nutzung zur Toilettenspülung und zur Gartenbewässerung aus. Vom Wäschewaschen mit Regenwasser rät das Umweltbundesamt aus hygienischen Gründen ab. Bitte beachten Sie, dass die Nutzung von Regenwasser zum Wäschewaschen mit Inkrafttreten der Trinkwasserverordnung (§ 3 Nr. 1a) zum 1. Januar 2003 praktisch nicht mehr zulässig ist. Zur Sicherung der Wasserqualität sollten Zisternen kühl und dunkel aufgestellt werden. Ein Hauptaugenmerk muss bei der Installation auf die Vermeidung von Fehlanschlüssen gelegt werden. Ein Nachspeisen von Trinkwasser in die Zisterne darf nur über einen freien Einlauf nach DIN 1988 erfolgen und die wasserführenden Systeme müssen gemäß § 17 Abs. 1 Trinkwasserverordnung unterschiedlich farblich gekennzeichnet werden.

Darüber hinaus ist jeder Betreiber selbst dafür verantwortlich, dass das Betriebswasser in seinem Anwesen nicht als Trinkwasser verwendet wird. Bedenken Sie auch, dass Ihr Zisternenüberlauf in aller Regel an das öffentliche Abwassersystem angeschlossen wird. Um einen möglichen Rückstau aus dem Abwassernetz zu verhindern, muss Ihr Überlauf über der Rückstauebene (in der Regel Straßenoberkante) des städtischen Abwasserkanals liegen oder mit einer Rückstausicherung gegen den Zutritt von Abwasser aus dem öffentlichen Kanalnetz gesichert werden.

 

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