2014 - Cotta-Übersetzerpreisträger Joachim Kalka

Joachim Kalka, geboren 1948 in Stuttgart, lebt als Kritiker und Übersetzer seit 2013 in Leipzig. Die Darmstädter Akademie für Sprache und Dichtung verlieh ihm für sein Übersetzungswerk 1996 den Johann-Heinrich-Voß-Preis und wählte ihn im folgenden Jahr zum Mitglied.

Im Berenberg Verlag erschienen, von ihm herausgegeben und übersetzt, zuletzt Leon Blums Erinnerungen an die Dreyfus-Affaire, "Beschwörung der Schatten", und unter dem Titel "Die Wildnis des häuslichen Lebens" eine Auswahl der Essays von Gilbert K. Chesterton.

Kalka übersetzte unter anderem Werke von Edwin Abbott Abbott, Martin Amis, Perry Anderson, Max Beerbohm, Fernand Braudel, Guillermo Cabrera Infante, Angela Carter, Gilbert K. Chesterton, Jim Crace, Michael de Larrabeiti, Peter Demetz, Bret Easton Ellis, Charles Grandison Finney, Jean Giraudoux, Ernst H. Gombrich, Charles Grandison Finney, Henry Green, Nathaniel Hawthorne, Joseph Heller, Christopher Hitchens, Russell Hoban, Christopher Hope, Michael Innes, Christopher Isherwood, John Maynard Keynes, Christopher John Koch, Wayne Koestenbaum, Abbott J. Liebling, Arthur Machen, George Meredith, Frank Plumpton Ramsey, Gilbert Sorrentino, James Stephens, Barbara Strachey, Kay Thompson, Jeff Torrington und William Foote Whyte.

Joachim Kalka, in dem sich ausgedehnte Welt- und Literaturkenntnis, hohes Einfühlungsvermögen und hohe sprachliche Erfindungskunst verbinden, gehörte selber jahrelang der Jury zur Verleihung des Cotta-Übersetzungspreises an. Er ist der Literaturszene in Stuttgart nach wie vor verbunden und er ist häufig als Moderator und als Essayist zu erleben.

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Joachim Kalka. Copyright: Heiner Wittmann

Begründung der Jury

Der 1948 in Stuttgart geborene Joachim Kalka ist ein Hommes de Lettre, den Bildung und Geschmack gleichermaßen auszeichnen wie Einfühlsamkeit und ein untrügliches Gehör für den Duktus poetischer Sprache.

Sein übersetzerisches Werk besticht ebenso durch Vielfalt, Gehalt wie Umfang. Bei den folgenden Namen handelt es sich nur um eine kleine Auslese, einen bunten Querschnitt aus seinem Ouevre: Martin Amis, Max Beerbohm, Anthony Burgess, Guillermo Cabrera Infante, Angela Carter, Gilbert K. Chesterton, Bret Easton Ellis, Jean Giraudoux, Nathaniel Hawthorne, Joseph Heller, Christopher Isherwood, Arthur Machen, George Meredith, Jessica Mitford, Gilbert Sorrentino, James Stephens.

In den mehr als dreißig Jahren seines Wirkens hat er sich um die Vermittlung englischer, amerikanischer und französischer Literatur verdient gemacht und in den unterschiedlichsten literarischen Gattungen bewährt.

Sein literarisches Können und seine hohe übersetzerische Kunst sind treffsicher und stilistisch beweglich. Seine wandlungsfähige Stimme hat uns unter anderem auch den komplexen anglo-amerikanischen Gegenwartsroman erschlossen. Joachim Kalka findet noch für die modernste Idiomatik ein überzeugendes Äquivalent im Deutschen und versteht es dazu, das Besondere eines Stils zu wahren. Er verhilft auf diese Art und Weise der anglo-amerikanischen Literatur zu authentischer Wirkung auch in Deutschland.