Alter

Frauen und Männer sollen selbst bestimmen dürfen, wie sie älter werden möchten und was sie in den jeweiligen Altersphasen an Dienstleistungen und Unterstützung brauchen. Sie sollen auf ein breites Angebot zurückgreifen können. Allerdings unterscheiden sich die Lebenssituationen der Frauen meist von denen der Männer.

Hände



Finanzielle Situation:
Frauen sind häufiger von Altersarmut bedroht. Die durchschnittliche Rente von Frauen in Westdeutschland beträgt nur 50 % der durchschnittlichen Männerrente.

Lebenserwartung:
Frauen leben aufgrund ihrer höheren Lebenswertartung häufiger allein. Bei den über 80-Jährigen stehen zwei Frauen einem Mann gegenüber, bei den über 90-Jährigen sind es bereits drei Frauen. 58 % der Frauen über 65 in Stuttgart leben als Single, gegenüber 27 % der Männer.

Pflege:
Weil Frauen länger leben, sind sie deutlich länger pflegebedürftig als Männer. Auf vier Frauen im Altersheim kommt gerade einmal ein Mann. Rund zwei Drittel aller Pflegebedürftigen werden zuhause - meist von weiblichen Angehörigen - versorgt.


Informationen zum Thema häusliche Betreuung

Eine Polin für die Oma - wie gestalten wir häusliche Betreuung?

Wenn Angehörige älter werden und Unterstützung zuhause brauchen, kommen Familien häufig an ihre Grenzen in der Vereinbarkeit von Familien-Pflegeverantwortung und Beruf. Zur Entlastung wird oft eine osteuropäische Betreuerin engagiert - meist über eine Agentur, die 24-Stunden-Pflege verspricht. Doch diese Arbeitsverhältnisse sind nicht unproblematisch: viele finden im rechtlichen Graubereich statt, Arbeitszeiten und Arbeitsrechte sind nicht geklärt, Betreuerinnen und Betreuer sind für pflegerisch-medizinische Tätigkeiten nicht qualifiziert, Rund-um-die-Uhr-Betreuung und Krankheiten wie Demenz überfordern.

Die Abteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern lud gemeinsam mit dem Verein für Internationale Jugendarbeit e.V. mit "FairCare" und dem katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) sowie dem Diakonischen Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V. in das Rathaus Stutgart ein. Fast 100 Zuhörer_innen lauschten der spannenden Lesung der Autorin Ingeborg Haffert aus ihrem Buch "Eine Polin für die Oma - Der Pflegenotstand in unseren Familien". Während der Podiumsdisussion wurden viele Handlungsbedarfe erörtert.

Veranstaltungsdokumentation "Eine Polin für die Oma - wie gestalten wir häusliche Betreuung?" mit den wichtigsten Informationen zum Thema häusliche Betreuung:

Weitere Informationen


Weiterführende Informationen für pflegende Angehörige

 
 

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Gewalt in der häuslichen Pflege