Sieben Stadtvillen am Azenberg

Im Gebiet der Azenbergstraße in Stuttgart-Nord werden rund 140 Wohnungen auf einem ehemaligen Areal der Universität Stuttgart entstehen.

Sieben "Stadtvillen" sieht der als Sieger aus dem Realisierungswettbewerb hervorgegangene Entwurf des Architekturbüros Kuehn Malvezzi aus Berlin anstelle der vorhandenen Institutsgebäude vor: Sie wurden bis auf das denkmalgeschützte Gebäude Wiederholtstraße 15 abgerissen.

Dieses wird den Eingang in den halböffentlichen Gemeinschaftsgarten bilden. In seinem Erdgeschoss entsteht eine Kindertagesstätte.

Auf knapp 10.000 Quadratmeter entstehen die sieben Stadtvillen, sie sind durch eine parkähnliche Gartenanlage miteinander verbunden. Dort sind auch Spielflächen geplant.

Die sechsgeschossigen Neubauten gruppieren sich so um einen begrünten Innenhof: Vier Gebäude entlang der Seestraße und sind von dort aus zugänglich, die anderen drei über interne Wege im südlichen Bereich. Die Punkthäuser sind versetzt angeordnet, so entstehen Durchblicke und eine optimale Besonnung.

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Vorne Haus mit Denkmalschutz, dahinter Stadtvillen, derzeit im Bau. Grafik: Epple Projekt GmbH

Eigentums- sowie Mietwohnungen

Insgesamt werden 115 Eigentumswohnungen, von der Zwei-Zimmer-Wohnung bis hin zur 260 Quadratmeter großen Penthouse, gebaut.

Darüber hinaus entstehen im denkmalgeschützten Bestandsgebäude an der Wiederholdstraße 21 Sozialmietwohnungen, sechs Mietwohnungn für mittlere Einkommensbezieher und zudem elf Eigentumswohnungen im Förderprogramm" Preiswertes Wohneigentum für Familien".

Die geplante Bebauung des Investors Epple Projekt GmbH entspricht so dem städtischen Ziel einer qualitätsvollen Innenentwicklung und eines "Flächenrecyclings", das den Außenbereich Stuttgarts vor einer Zersiedelung schützt.

20 Prozent der Gesamtwohnfläche wird für die Wohnbauförderung bereit gestellt, damit wird hier erstmalig der Grundsatzbeschluss zum Stuttgarter Innenentwicklungsmodell (SIM) realisiert.

Kenndaten

Bauherr: Epple Projekt GmbH, Heidelberg
Architekt: Kuehn Malvezzi, Berlin
Baustart: Herbst 2014
Grundsteinlegung: April 2015
Bauende: Ende 2016