Nutzung der Grippeschutzimpfung

Nutzung der Grippeschutzimpfung in Stuttgart

Eine Auswertung des Stuttgarter Alterssurveys 2012
 

Bei der Grippe handelt es sich um eine Virusinfektionserkrankung, die vor allem im Winter auftritt. Die Influenza-typische Symptomatik ist durch plötzlichen Erkrankungsbeginn mit Fieber, trockenem Reizhusten, Muskel- und/oder Kopfschmerzen gekennzeichnet. Die Krankheitsdauer liegt in der Regel bei fünf bis sieben Tagen, kann in Abhängigkeit von Komplikationen und Risikofaktoren jedoch auch deutlich länger sein. Eine Ansteckung erfolgt überwiegend durch Tröpfchen, wie sie insbesondere beim Husten oder Niesen entstehen, und über eine geringe Distanz auf die Schleimhäute der Atemwege von empfänglichen Personen gelangen können.

Erkrankungen an Grippe können vor allem bei Älteren schwerwiegende Folgen haben und führen nicht selten zum Tod. Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut in Berlin empfiehlt deshalb die Grippeschutzimpfung vor allem für Personen mit höherem Erkrankungs- oder Komplikationsrisiko. Dazu gehören ältere Menschen ab 60 Jahre, aber auch jüngere Personen mit einer verminderten Immunabwehr durch eine zugrunde liegende Erkrankung. Auch Schwangeren, medizinischem Personal und Betreuern von Risikopatienten wird die Grippeschutzimpfung empfohlen. Die EU-Kommission strebt für das Jahr 2015 bei der Grippeschutzimpfung eine Impfquote von 75 % für ältere und chronisch kranke Menschen an.

 

Die Grippeschutzimpfung hat nach etwa zwei Wochen ihre schützende Wirkung erreicht, sie hält bis zu einem Jahr an. Auch wenn die Influenzaimpfung keinen 100%igen Schutz bietet, verläuft bei Geimpften eine Erkrankung in der Regel milder und ohne Komplikationen.

 

Im Stuttgarter Alterssurvey 2012 wurden insgesamt 3.546 Frauen und Männer im Alter von 50 Jahren und älter (Teilnahmequote 53%) gefragt, ob sie an der Grippeschutzimpfung teilnehmen. 37 % der befragten Frauen und 35 % der befragten Männer nehmen regelmäßig, d. h. jährlich, sowie weitere 8 % der Frauen und 10 % der Männer unregelmäßig an der Grippeschutzimpfung teil. Die regelmäßigen Teilnahmequoten nehmen mit dem Alter bei beiden Geschlechtern bis zum 85. Lebensjahr zu und liegen bei den 80 bis 84-Jährigen bei 60 % (Frauen) und 64% (Männer).

 

Die Wahrscheinlichkeit einer Impfung nimmt zu, je schlechter der Gesundheitszustand eingeschätzt wird, wenn eine chronische Erkrankung vorhanden ist und wenn der letzte Arztbesuch nicht länger als ein Vierteljahr zurückliegt. Wer ein geringes Einkommen (auf Grundsicherungsniveau) hat, nimmt im Verhältnis zu Personen mit besserem Einkommen seltener die Grippeschutzimpfung wahr. Die Wahrscheinlichkeit einer Teilnahme an der Grippeschutzimpfung ist bei Frauen und Männern sowie bei Single- und Mehrpersonenhaushalten gleich.

 

Die Nutzung der Grippeschutzimpfung in Stuttgart ist im Vergleich mit der Nutzung im Bundesgebiet sehr niedrig. Impfraten von 56 %, wie sie bundesweit bei den über 65-Jährigen erreicht werden, werden in Stuttgart erst bei den über 75-Jährigen erreicht.

 

Die Grippeschutzimpfungen kann bei den niedergelassenen Ärzten jeden Herbst durchgeführt werden. Die Impfung ist für gesetzlich Versicherte kostenlos.

 
Die ausführliche Auswertung der Daten des Alterssurveys 2012 zur Nutzung der Grippeschutzimpfung in Stuttgart lesen Sie hier

Weitere Informationen
Nutzung der Grippeschutzimpfung (PDF)