Gedichte von Luisa Latella (1. Preis beim Jugend-Lyrik-Wettbewerb 2014, Altersklasse 6 bis 12 Jahre)

Der Baum

Es beginnt mit einem Samen,
sein Mut hält sich im Rahmen.
Doch eine kleinen nette Bö´, nimmt ihn mit in luftige Höh´.
Er fliegt kreuz und quer durch unser Land,
da reicht ihm die Erde ihre Hand.
Dort setzt er sich nun zur Ruh´,
und sieht des Abends den Sternen zu.
Die Sonne schenkt ihm warmes Licht,
etwas zu bemängeln hat er nicht.
Unser lieber Samen fängt an zu sprießen,
dank der netten Wolken die ihn gießen.
Er ist nun schon ein Keimling,
und jedes Jahr schenkt ihm einen neuen Ring.
Die Zeit vergeht, doch der Baum besteht.
Jahr für Jahr steht er auf dem Feld,
jetzt ist er schon lange auf der Welt.
Nun ist er ein alter Baum,
beansprucht einen großen Raum.
Und seine Blätter munkeln leise,
Ja, Ja unser Baum jetzt ist er groß und weise.

 Frühlingsbote

Bei Kälte, Wetter, Wind und Regen,
musste der Bote sich in sein Nest legen.
Doch lange ruhte der Vogel nicht,
er wurde gelockt vom warmen Licht.
Die Natur nahm ihren Lauf,
der Vogel flog schnell hinauf.
Er flog der Sonne entgegen,
endlich war es vorbei mit dem Dauerregen!
Er schwebte noch weiter mit seinen Schwingen
und begann eines seiner heiteren Lieder zu singen.
Er erfüllte die Welt mit Frühlingsduft,
sein Körper wärmte die kalte Luft.
Die Sonnenstrahlen ließen,
endlich wieder Blumen sprießen.
Und jedermann der den Vogel sah,
sagte zu sich, der Frühling ist da!