Gedichte von Lisa Hagenlocher (3. Preis beim Jugend-Lyrik-Wettbewerb 2014, Altersklasse 13 bis 20 Jahre)

Glaubt Freiheit?

In Freiheit glauben, oder Freiheit rauben.
Das ist deine Wahl und damit wird sie zur Qual.

Denn die Grenzen des Glaubens sind undefiniert.
Der Glaube als solcher einfach passiert.

Und dann sitzt du da, in Freiheit begrenzt
und wunderbar im Glauben ergänzt.

Und dennoch bist du nicht manipuliert,
weil Glaube in Freiheit einfach passiert.

In Freiheit zu glauben ist einfaches Gut,
doch unfrei zu glauben erfordert mehr Mut!

Und doch am Ende aller Tage,
stellt sich unweigerlich die Frage:

Nach dir,
ohne Maske, ohne Zier.

Drum sei wie du bist,
denn so bist du gut.

Du bist Du.

In aller Freiheit.
Mit allem Mut.



Gekränkter Stolz

Er konnte nicht glauben wie ihm geschah,
als sie ihm sagte wie es wirklich war.

Die Wunde schmerzte vielmehr als gedacht
und hat ihn zu dummen Sprüchen gebracht.

Sie hatte versucht es behutsam zu sagen,
doch die Wahrheit war klar und nicht zu ertragen.

Er wusste genau - er sollte jetzt gehen,
doch sein Stolz ließ ihn einfach vor ihr stehen.

Gekränkt schimpft er los, versucht sie zu halten,
während bei ihr die Gefühle für immer erkalten.

Mit bösen Worten hat er sie vertrieben,
dabei wär sie viel lieber in Freundschaft geblieben.

Das falsche Wort zur falschen Zeit,
hatte verändert die Ewigkeit.