Deponie Einöd - mineralische Abfälle

Der Eigenbetrieb AWS Abfallwirtschaft Stuttgart betreibt zur Entsorgung von mineralischen Abfällen mit der Deponie Einöd in Stuttgart-Hedelfingen einen zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb, der mineralische Abfälle der Deponieklasse I und II annimmt.


Wer kann anliefern und was ist zu beachten?

Gewerbliche Abfallerzeuger (Großanlieferer):

Vom Abfallerzeuger, bei der Sammelentsorgung vom Einsammler, ist in Zusammenarbeit mit dem Eigenbetrieb AWS Abfallwirtschaft Stuttgart ein Entsorgungsgenehmigungsverfahren (nicht gefährliche Abfälle) oder ein Entsorgungsnachweisverfahren (gefährliche Abfälle) gemäß den Bestimmungen der Nachweisverordnung durchzuführen. Dabei hat der Abfallerzeuger beziehungsweise Einsammler dem Eigenbetrieb AWS nach § 8 Absatz 1 der Deponieverordnung (DepV) eine "Grundlegende Charakterisierung" mit den dazugehörigen Nachweisen und Analysen vorzulegen.
Formblätter:

Privatpersonen (Kleinmengen):

  1. Vorgehensweise bis zu zwei Tonnen: Privatpersonen können Kleinmengen bis zwei Tonnen an mineralischen Abfällen (asbesthaltige Abfälle wie Dachwellplatten oder Blumenkästen ordnungsgemäß verpackt, Bauschutt, Bodenaushub, künstliche Mineralfaserabfälle wie Dämmmaterial in 120-Liter Abfallsäcken verpackt) ohne Nachweisverfahren oder vorhergehende Genehmigung gegen Barzahlung/EC-Zahlung zu den Öffnungszeiten direkt auf der Deponie Einöd anliefern.
  2. Vorgehensweise bei größeren Mengen bis maximal 20 Tonnen: Auch hier erfolgt die Anlieferung ohne Nachweisverfahren gegen Barzahlung/EC-Zahlung zu den Öffnungszeiten direkt auf der Deponie Einöd. Die Anlieferung ist allerdings zur genauen Abklärung vorher beim Eigenbetrieb AWS über die Zulassungsstelle Entsorgungsanlagen (AWS-4.12) unter Telefon anzumelden.

Kleingewerbetreibende (Kleinmengen):

  1. Vorgehensweise bis zu zwei Tonnen: Kleingewerbetreibende können Kleinmengen bis zwei Tonnen an mineralischen Abfällen (asbesthaltige Abfälle wie Dachwellplatten oder Blumenkästen ordnungsgemäß verpackt, Bauschutt, Bodenaushub, künstliche Mineralfaserabfälle wie Dämmmaterial in 120-Liter Abfallsäcken verpackt) ohne Nachweisverfahren oder vorhergehende Genehmigung gegen Barzahlung/EC-Zahlung zu den Öffnungszeiten direkt auf der Deponie Einöd anliefern.
  2. Vorgehensweise bei größeren Mengen bis maximal 20 Tonnen: Hier muss vor der Anlieferung abgeklärt werden, ob es sich um einen nicht gefährlichen oder um einen gefährlichen Abfall handelt; gegebenenfalls muss nach Abstimmung mit dem Eigenbetrieb AWS zur Beurteilung eine Analyse vorgelegt werden.
    Ab einer Menge von zwei Tonnen gefährlicher Abfälle pro Jahr fallen auch Kleingewerbetreibende unter die Nachweispflicht und es muss ein Entsorgungsnachweisverfahren nach den Bestimmungen der Nachweisverordnung durchgeführt werden. Für Asbest
    (AVV 170605*) und künstliche Mineralfaserabfälle (AVV 170603*) wurde durch den Eigenbetrieb AWS bereits ein Sammelentsorgungsnachweis eingerichtet, so dass von diesen Abfallstoffen je Abfallerzeuger und Abfallschlüssel bis zu 20 Tonnen pro Jahr ohne eigenes Nachweisverfahren auf der Deponie Einöd angeliefert werden können.
    Die Anlieferungen sind zur genauen Abklärung vorher beim Eigenbetrieb AWS über die Zulassungsstelle Entsorgungsanlagen (AWS-4.12) unter Telefon anzumelden und können dann nach Zustimmung zu den Öffnungszeiten der Deponie Einöd gegen Barzahlung/EC-Zahlung angeliefert werden.


Was und wie kann angeliefert werden?

Privatpersonen und Kleingewerbetreibende können Bauschutt und Bodenaushub (nur mineralische Abfälle ohne Holz, Kunststoffe oder Papierreste) sowie asbesthaltige Abfälle und künstliche Mineralfaserabfälle ordnungsgemäß verpackt anliefern. Dabei ist unbedingt das jeweilige

zu beachten. Bei Verdacht auf besondere Verunreinigungen muss in Absprache mit dem Eigenbetrieb AWS eine Analyse vorgelegt werden. Verpackungsmaterial und Schutzausrüstung für die Asbest- und Mineralfaserentsorgung kann auf der Deponie Einöd gekauft werden.

Gewerbliche Anlieferer können mineralische Abfälle der Deponieklasse I und II nach den Annahmegrenzwerten und Anlieferungsbedingungen der Deponie Einöd anliefern.
Hierunter fallen insbesondere.

Stoffgruppen

Abfallstoffe

Verunreinigter Bodenaushub

Baggergut, Bodenaushub von verunreinigten Standorten

Mineralische Schlämme

Bohrschlämme, Schlämme aus Produktionsprozessen

Sonstige mineralische Abfälle 

Asbesthaltige Abfälle, Bauschutt, Betonabbruch, mineralische Gießereisande, Schlacken, Straßenaufbruch

Grenzwertige mineralische Abfälle

Mineralische Abfälle, die aufgrund ihrer Schadstoffbelastung oder Beschaffenheit noch in der Deponieklasse II abgelagert werden können, jedoch besondere Anforderungen an Deponierung stellen

Die Betriebsordnung der Deponie Einöd ist zu beachten


Entsorgungspreise

Die Entsorgungspreise richten sich nach dem Schadstoffgehalt und der Beschaffenheit des mineralischen Abfalls


Ort und Öffnungszeiten

Deponie Einöd:
Deponie Einöd
Einödstraße 50
70329 Stuttgart
S-Hedelfingen

Öffnungszeiten

Mo-Fr 7:30 - 12:00 und 12:45 - 15:45
Am Samstag ist geschlossen sowie an Feiertagen, an Heiligabend und Silvester.


Fragen?

Bei Fragen zu Öffnungszeiten, Preisen, Annahmen von mineralischen Abfällen wenden Sie sich bitte montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr an den AWS-Kundenservice unter der Hotline +49 711 216-88700 (Kundenberatung).

Bei Fragen zu allgemeinen Annahmekriterien, Entsorgungsnachweisverfahren, Entsorgungsgenehmigungen, Schadstoffklassen, Preisen, Abfällen zur Verwertung wenden Sie sich an AWS-4.12 Zulassung zu Entsorgungsanlagen unter Telefon .

Bei speziellen Fragen zur Annahme von asbesthaltigen Abfällen, Mineralfaserabfällen, Bereitstellung von Verpackung und Schutzausrüstung wenden Sie sich bitte direkt an den Deponiebetrieb unter Telefon +49 711 216-98012.


Allgemeine Informationen