Parkanlage Leipziger Platz

Der Leipziger Platz ist eine Parkanlage im Stuttgarter Westen, die halbkreisförmig die lange Ahornallee an der Bismarckstraße beendet. Den räumlichen Abschluss bilden vier- bis fünfgeschossige Gebäude an der Rotenwaldstraße, die um die Jahrhundertwende errichtet wurden. Das Halbrund wird durch eine Anzahl Linden unterstrichen, welche die Rotenwaldstraße säumen und gleichzeitig etwas von dem Staub aufnehmen, der durch den starken Verkehr zum Westbahnhof und zum Birkenkopf aufwirbelt.

Die Parkanlage wurde mit der Erschließung des Gebietes um 1913 fertiggestellt und war bis 1988 durch die Bismarckstraße zweigeteilt. Der niedriger gelegene, allgemein genutzte Platz wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit einer griechisch-orthodoxen Kirche und einem Kindergarten aus "Trümmersteinen" bebaut.

Der hangaufwärts steil ansteigende Teil wurde in der Wegeführung einem Landschaftspark entsprechend gestaltet und mit einzelnen kleinen Plätzen ausgestattet. Elemente des Jugendstils sind heute noch an den Stützen einer Pergola aus Natursteinen erkennbar.

Im Rahmen einer Verkehrsberuhigung wurde 1988 der störende Teil der Bismarckstraße entfernt. Somit konnte die Parkanlage zusammenhängend gestaltet werden. Die Aufgabe, die das Gartenbauamt gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Bauer zu lösen hatte, war das Eingliedern einer Tiefgarage und einer Schutzwand gegen die Straße, das Ergänzen des Fußwegesystems auf der Grundlage der alten Parkkonzeption, das Wiederherstellen von Plätzen zum Verweilen sowie die Berücksichtigung und Schaffung von Spielgelegenheiten für Kinder, die sonst weit und breit kaum Möglichkeiten haben, sich im Grünen frei zu bewegen.

 
 

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