Chinagarten

Der "Garten der schönen Melodie" (Qingyin) wurde für die Internationale Gartenschau IGA Stuttgart 1993 als Nationengarten erstellt und als wertvoller Gartenschaubeitrag 1995 an der Birkenwaldstraße in veränderter Form wieder aufgebaut.

ChinagartenFoto: Garten-, Friedhofs- und Forstamt

Der chinesische Garten: "Qingyin = Garten der schönen Melodie"

Mit den hochgezogenen Dachenden der Gebäude, der leichten Architektur und der kunstvollen Detailausbildung stellt er einen typisch südchinesischen Garten dar.

Namensgebend war ein altes, chinesisches Gedicht, demzufolge nicht nur Flöte und Laute, sondern auch Berge und Wasser eine schöne Melodie ergeben. Ein Wasserfall über Felsschichtungen hinweg übersetzt diese Poesie in die Realität.

Zentrales Element ist die handwerklich meisterhaft gebaute "Halle der Freundschaft", ein Symbol der freundschaftlichen Beziehung zwischen Baden-Württemberg und seiner südchinesischen Partnerprovinz Jiangsu. Neben der Funktion als Gartenarchitektur dient sie als Einrichtung für Teezeremonie, kulturelle Veranstaltungen und ist Aufenthaltsort zum Nachdenken und Betrachten der Welt, die durch den Garten als Mikrokosmos dargestellt ist.

Vom "Pavillon der vier Himmelsrichtungen", dem klassischen, chinesischen "ting", bietet sich, entsprechend alter chinesischer Gestaltungsmethodik, ein schöner Blick auf den Garten und die "vom Garten erborgte Landschaft", auf Stuttgart, den Talkessel und seine Höhen.

Filigrane Holzschnitzereien, Lattenwerk, Steinsetzungen, Teich mit Zickzack-Brücke, einfassende Gartenmauer, chinesische Poesie auf Schrifttafeln, Durchblicke und verdeckte Szenerien vervollständigen die malerischen Elemente und Gestaltungsmittel chinesischer Gartenkunst.

Damit wird die Anlage zu einem Gesamtkunstwerk aus Architektur, Malerei, Poesie und Kalligraphie.

  • Öffnunsgzeiten: Tagsüber von etwa 7 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit (jahreszeitlich verschieden), im Sommer bis gegen 20 Uhr.