Kurpark Bad Cannstatt

Der Kurpark wurde vor über 200 Jarhen außerhalb der Altstadt um die erbohrte Quelle des Mineralwassers herum angelegt. Mittlerweile hat sich die Stadt wie ein Ring um den Park gelegt. Kaum eine große Straße führt an den Park. Wer Ruhe und Erholung sucht, findet sie hier.

Oberer Kurpark

Inmitten des Parkes - neben dem Mineralbad - liegt der Kursaal. So wird der Park zweigeteilt in den Oberen Kurpark, welcher im englischen Stil viele Möglichkeiten zum Spazieren bietet. Wie die Kurgäste früher, kann man an jeder Wegegabelung entscheiden, welche Richtung man nun wählt, und ob man vielleicht der Bekanntschaft von gerade eben auf ein Neues begegnen möchte. Alte Große Bäume und große Wiesenflächen versprechen pure Erholung. Gedenksteine - aber auch Pflanzen - erinnern an Dichter und bekannte Bürger. 

Von den Hangkanten aus blickt man weit in den Stuttgarter Talkessel. Die Wandelhalle wurde als Belvedere für diesen Zweck geschaffen. Den besten Ausblick genießt man vom Plateau oberhalb des Kursaals.

Daimlergarten

Der Erfinder des Motors Gottlieb Daimler hat 1882 eine Villa in der Nähe des Mineralwassers erworben. Von der Villa sind lediglich die Grundmauern erhalten. Die als Gewächshaus getarnte Werkstatt, in der Motor zum Laufen gebracht wurde, ist als Gottlieb-Daimler-Gedächnisstätte für das Publikum geöffnet.


Die beiden ehemals privaten Gartenteile gehören seit 1974 zum Kurpark. Im östlichen Gartenteil ragt deutlich der Daimlerturm über dem Spielplatz. Der Turm wurde aus Travertinsteinen gebaut, welche beim Bau der Eisenbahnlinie angefallen sind. Der Turm ist allerdings für Publikums geschlossen. Im Garten um die alte Villa finden sich neben einem neuern Wasserbecken noch Überdachungen aus den Zeiten der ersten motorbetriebenen Straßenbahnen.

Hinterm Kursaal befindet sich ein Biergarten und eine Minigolfbahn.

Untere Anlage (Allee)

Die unteren Kursaalanlagen breiten sich vor dem Kursaal in der Ebene aus. Sie wurden 1958-61 als Volkspark umgebaut. Auf der großen Wiesenfläche bietet sich ein prachtvoller Blick auf den frisch renovierten Kursaal und das Reiterdenkmal Wilhelm I.

Aus dem Lautenschlager Brunnen sprudelt frisches Mineralwasser. Der ebenfalls in der Allee gelegene Juno Brunnen wurde zur Vereinigung von Cannstatt und Stuttgart gestiftet und von Emil Kiemlen gefertigt. Von einer weiß getünchten Mauer und Pergola umgeben kann man weitere Wasserspiele beobachten. Um Grffiti-Sprühereien entgegen zu wirken, haben Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums Fließen mit kreativen und positiven Botschaften gefertigt. Auszubildende der Steinbeiß-Schule haben die Fliesen anschließend angebracht.

Auch an anderer Stelle finden sich Spuren für ein gutes Miteinander: in Erinnerung an die Charta der deutschen Heimatvertriebenen wurde 1986 die Bronzeskulptur durch die Künstlerin Ingrid Seddig aus Stolp geschaffen. In der Fußplatte steht der Text der Charta welche in Bad Cannstatt am 1950 verkündet wurde.