Grüne Kleinode

Neben den großen und bekannten Parks gibt es auch zahlreiche kleinere, manchmal etwas versteckte Grünanlagen, die einen Besuch lohnen. Einige haben wir für Sie zusammengestellt:

Burg Hofen

Burg HofenTreppen vom Neckar zur Burg Hofen. Foto: Garten-, Friedhofs- und Forstamt

Die Burgruine Hofen ist die einzige Burganlage im Stadtgebiet Stuttgart mit hochragenden Mauerresten. Ihre Aufgabe bestand in der Sicherung des Neckarübergangs (Furt und Fähre) und eines Handelswegs. Der Zugang zur Burg führt von der Wolfgangstraße her über eine Steinbogenbrücke, welche den "Hirschgraben" überspannt.

Schon Herzog Karl Eugen nutzte im 18. Jahrhundert die Ruine, welche damals noch wenige einfache Zimmerchen hatte, als Jagdschlösschen und ließ in den Graben das Wild treiben um es gemütlich von den Ruinenkanten aus jagen zu können. Neu geschaffene Treppanlagen ermöglichen seit 2014 den direkten Zugang durch den Hirschgraben zum Neckarradweg.

Die Burgruine Hofen ist auch Bestandteil des dreistündigen 4-Burgen-Rundwanderweg, welcher zu historischen Plätzen mit wunderschöner Aussichtslage führt:

Vom Plateau des alten Schloßhofes aus, lassen sich die Schiffe an der Staustufe Hofen Schleusen besonders gut beobachten.


Grünanlage Veielbrunnen

VeielbrunnenDer Veielbrunnen. Foto: Garten-, Friedhofs- und Forstamt/die arge lola

Um 1890 ließ Hofrat Veiel die Quellen fassen und es bürgerte sich der Name Veielbrunnenquelle ein. 1953 wurde diese Fassung durch eine 26,5 m tiefe Bohrung nochmals erneuert:

Aus dieser Zeit stammt auch die Anlage, welche sich neben dem Straßenbahndepot am Cannstatter Wasen befindet. Es handelt sich um einen Senkgarten, dessen tiefe Fläche auf Höhe des ursprünglichen Wasens liegt.

Die Anlage wurde im Jahr 2008 denkmalgerecht saniert.


Probstsee Möhringen

Probstsee MöhringenDas Westufer des Probstsees. Foto: Garten-, Friedhofs- und Forstamt

Der Probstsee in Möhringen entstand ursprünglich aus der Lehmgrube der 1893 gegründeten Tonwarenfabrik Berthold Probst. Nach der Stillegung des Betriebes 1934 wurde in der Lehmgrube das Grundwasser nicht mehr abgepumpt, so entstand der heutige Probstsee.

Im Jahr 1961 wurde der größte Teil des Sees mit den angrenzenden Bereichen als Grünfläche ausgewiesen und unter Landschaftschutz gestellt. Im Jahr 2003 erfolgte die Ausweisung als flächenhaftes Naturdenkmal.

Entlang der Nord- und der Ostseite kann man am Uferweg entlangflanieren und von zahlreichen Sitzplätzen den Ausblick auf den See genießen. In direkter Umgebung befindet sich auch der Spielplatz Reiherstraße mit einem Bolzplatz und zahlreichen Spielmöglichkeiten.

Der Probstee ist über die Stadtbahnhaltestelle "Vaihinger Straße" und die Reiherstraße zu Fuß zu erreichen.


Platz der Nationen Sillenbuch

Platz der NationenFoto: Garten-, Friedhofs- und Forstamt

Als Symbol der Hoffnung und Freundschaft wurde in Sillenbuch der"Weltbaum" Ginkgo gepflanzt. Bürger aus 68 Nationen leben in dem Stuttgarter Stadtbezirk.

In den Pflasterkreis um den Baum ist für jede Nation ein Metallschild mit dem Namen des Landes und der Entfernung eingelassen. Ein Pfeil auf dem Schild zeigt in die Himmelsrichtung des jeweiligen Landes. Von den beiden Bänken auf dem Platz kann man den Blick in das Bußbachtal genießen.

Der Platz der Nationen befindet sich in Stuttgart, Sillenbuch an der Tuttlinger Straße vor Gebäude 18.


Obstgut Kressart in Sonnenberg

Obstgut KressartBlütezeit im Frühling. Foto: Garten-, Friedhofs- und Forstamt

Von 1923 bis 1925 wurden die Wiesen als städtisches Obstgut zur Versorgung städtischer Krankenhäuser, Alten- und Kinderheime mit einer großen Vielfalt an Most- und Tafelobstsorten bepflanzt. Später kam noch eine Kirschwiese und eine Zwetschgenpflanzung dazu. Heute sind die Wiesen an einen Landwirt mit biologischer Bewirtschaftung verpachtet, der das Obst auch selbst vermarktet.

Seit 1998 sind die Obstwiesen Teil des Landschaftsschutzgebietes Dornhalde-Haldenwald mit einer Größe von insgesamt 70 Hektar. Ziel ist, das Landschaftsbild Streuobstwiese mit seinen alten, robusten Obstsorten zu erhalten.
Im "Kressart" befindet sich ein interessanter Streuobstwiesenlehrpfad.

Das Gewann "Kressart" erreichen Sie über einen Fußweg von der Laustraße aus, der zwischen den Straße Im Betzengaiern und dem Feuerreiterweg abzweigt.

 
 

Mehr zum Thema

Schlagwörter