Baugemeinschaften in Stuttgart

Baugemeinschaften in Quartieren

Mit Baugemeinschaften können Privatpersonen wieder als "Bauherr" mitten in der Stadt aktiv werden, in der Regel in einem gemeinsam geplanten und gebauten Mehrfamilienhaus. Davon profitiert auch die Stadt, denn Baugruppen entwickeln oft sozial ausgewogene, generationenübergreifende und gemischte Gemeinschaften in bezahlbarem Bauprojekten, die zu stabilen Nachbarschaften in Stadtquartieren beitragen können.

Frühere Projekte in Stuttgart

Erste kleinere, vorwiegend privat initiierte gemeinschaftliche Projekte entstanden mit der Umnutzung der Areale Nudelfabrik (Rohracker) und Schnapsfabrik (Heusteigviertel), mit der Umnutzung von Gebäuden an der Breitscheidstraße (Stuttgart-West) und in der Glockenstraße (Bad Cannstatt) und im Neubaugebiet Wolfbusch (Weilimdorf) sowie in weiteren privaten Initiativen im gesamten Stadtgebiet.

Erste Planungserfahrungen mit größeren,  generationenübergreifenden Wohnprojekten konnte die Landeshauptstadt auf dem Burgholzhof mit vier Neubauprojekten (insgesamt 100 Wohnungen) sammeln. An der "Grünen Fuge" auf dem Killesberg wurden 2011 drei Bauplätze für 5 Gebäude mit ca. 35 Wohnungen an Baugemeinschaften vergeben. Die ersten Gebäude sind inzwischen gebaut und bezogen.

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Luftbild - Grüne Fuge Killesberg. Foto: LHS
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Wohnungen - Grüne Fuge - Killesberg. Foto: LHS

Neue Grundstücke für Baugemeinschaften

Die Stadt vergibt seit 2013 eigene Baugrundstücke zum Festpreis (Verkehrswert) an Baugemeinschaften und Baugruppen.
Für die Standorte in verschiedenen Stuttgarter Stadtteilen wird jeweils ein Standortprogramm entwickelt, an dem sich auch die Ausschreibung orientiert. Hierin werden Zielvorstellungen, beispielsweise  für das Wohnungsgemenge, die Wohnbauförderquote aber auch für ergänzende Nutzungsangebote definiert, die sich mit den städtebaulichen Vorgaben ergänzen.

Karte - Standortchancen - BaugemeinschaftenVergrößern
Karte - Standortchancen - Baugemeinschaften

Vergabeverfahren der Stadt Stuttgart - Der Stuttgarter Weg

Die Grundstücksausschreibungen werden im Internet, im Amtsblatt und der Tagespresse veröffentlicht. An dem mehrstufigen Vergabeverfahren können Baugemeinschaften teilnehmen, die sich bei der Stadt mit einem "Konzeptvorschlag" bewerben, der sowohl "objektbezogene" (bauliche) wie auch "gruppenbezogene" (soziale) Qualitäten aufweisen soll. Aus den eingereichten Bewerbungen werden die besten Beiträge ermittelt.
Die ausgewählten Bewerber erhalten zunächst eine "Grundstücksoption", damit wird das Grundstück für die Dauer der "Optionsphase" dem Bewerber "gesichert". Nach weiterer Ausarbeitung und Abstimmung von Konzept und Planungen und der Klärung von Fragen zur Finanzierung und möglicherweise zur Wohnbauförderung kann der Kaufvertrag abgeschlossen und das Bauvorhaben begonnen werden.

Wie kommen Sie zur Baugruppe?

Um eine starke Baugruppe zu bilden, die den gemeinsamen Weg erfolgreich beschreiten kann, ist es wichtig, Mitstreiter zu finden. Neben Freunden und Bekannten können natürlich auch weitere Interessenten dazu stoßen.
Die Online-Kontaktbörse der Landeshauptstadt hilft dabei, Interessenten zusammen zu bringen. Einzelinteressenten und Haushalte können hier Anschluss an eine bestehende Gruppe suchen oder Kontakt zu Mitstreitern aufnehmen, um selbst eine Gruppe zu gründen. Bereits bestehende Gruppen wiederum können weitere Mitstreiter für Ihre Gruppe oder ihr Projekt suchen.

Die Online-Kontaktbörse der Landeshauptstadt finden Sie unter:

service.stuttgart.de/lhs-services/baugemeinschaften/

 
 

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