Die 50er Jahre (1950-59)

1950

Der 22. November 1950 war für Deutschland, für Stuttgart und den Fußball ein historisches Datum. Erstmals nach dem Krieg darf Deutschland die internationale Sportbühne wieder betreten. Im ersten Nachkriegsländerspiel gewinnt Deutschland 1 : 0 gegen dei Schweiz vor 103.000 Zuschauern im Neckarstadion.
In Stuttgart gibt es einen weiteren Grund zur Freude: Der VfB Stuttgart wird 1950 Deutscher Meister im Fußball.

1951

Nach zwölf Jahren Rennpause kehrt Mercedes mit seinen Silberpfeilen wieder auf die großen Rennpisten zurück. Die Solitude-Strecke wird erstmals Austragungsort um einen Großen Preis von Deutschland für Motorräder.
Stuttgart ist Ende Mai/Anfang Juni Veranstalter der Deutschen Turn- und Sportausstellung, die von rund 200.000 Menschen besucht wird, integriert ist darin ein internationaler Sportkongress.
Porsche gewinnt die legendären 24 Stunden von Le Mans.

1952

Die Ausstellungshallen sowie die Freilichtbühne des Höhenparks Killesberg werden zum Schauplatz der ersten Deutschen Amateurboxmeisterschaften.
Der VfB Stuttgart wird erneut Deutscher Meister.

1953

Wieder ist der Solitude-Ring Schauplatz des Großen Preises von Deutschland. Zum WM-Lauf kommen beinahe 450.000 Menschen an die Strecke.

1954

Der Tennissport feiert in Stuttgart seine Nachkriegspremiere: Der TEC Waldau weiht mit einem Tennisländerkampf zwischen Deutschland und Frankreich seine Anlage ein.
Die heutige Sportpionierin Helene Beck wird Weltmeisterin im Rollkunstlaufen.
25.000 Zuschauerinnen und Zuschauer im Neckarstadion sehen den Gewinn des Deutschen Meistertitels von Frisch Auf Göppingen im Feldhandball. Die Mannschaft um Bernhard Kempa gewinnt gegen TuS Lintfort klar mit 18 : 8.

1957

Die Kunstturner ermitteln auf dem Killesberg ihre Deutschen Meister. Der Lokalmatador Heini Kurrle vom TSV Münster holt den Titel im Bodenturnen.
Dem Ehrenpräsidenten des Württembergischen Leichtathletikverbands, Richard "Molly" Schauffele, ist es gelungen, den ersten Nachkriegsländerkampf des Deutschen Leichtathletik-Verbands gegen Polen nach Stuttgart zu holen, den 25.000 Zuschauer im Neckarstadion verfolgten.
An gleicher Stätte trägt vor 12.000 Zuschauer eine Auswahl deutscher Fußballerinnen gegen England ein Freundschaftsspiel aus.

1958

Der Gemeinderat beschließt nach wie vor auf die dringend erforderliche große Sporthalle zu verzichten, statt dessen soll der Killesberg für die Nutzung als Sportstätte weiter ausgebaut werden.
Im Neckarstadion werden die Deutschen Meisterschaften der Bogenschützen ausgetragen.
Auf dem Killesberg finden im September die Weltmeisterschaften im Kunstradfahren statt.