Bedingt durch zunehmenden Wohlstand entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts prachtvolle Villen- und Landhausbauten in Stuttgart. Vor allem die Halbhöhenlagen zogen finanzkräftige Bürger an. Eine ganze Reihe der damals entstandenen eindrucksvollen Gebäude existieren heute nicht mehr. Viele sind sogar vollständig aus dem Gedächtnis der Stadt verschwunden.
Das Stadtarchiv hat bereits 1987 mit einer Ausstellung und einer Broschüre an die Stuttgarter Villen des 19. Jahrhunderts erinnert. Für die Autorin Christine Breig war diese Ausstellung der Ausgangspunkt ihrer intensiven Beschäftigung mit dem Thema, mit dem sie an der Universität Stuttgart promoviert hat. Betreut wurde die Arbeit von Professor Dr. Heinrich Dilly, dessen Lehrtätigkeit die Baugeschichte Stuttgarts zahlreiche Magisterarbeiten und Dissertationen verdankt. Für die Neuauflage hat Breig hat das 560 Seiten umfassende, reich bebilderte Werk aufgrund von zahlreichen Informationen und Anregungen aus der Bürgerschaft ergänzt und umgearbeitet.