Betrug mit Wohnungsangeboten

Jede Woche geben Betrüger Hunderte Wohnungsanzeigen auf Online-Immobilienportalen auf. Bei unrealistisch niedrigen Mietpreisen und Vorauszahlungen ist deshalb Vorsicht geboten.

Die Betrugsmasche

Meist bestehen die Betrüger auf eine Kaution oder erste Mietzahlungen im Voraus. Die Zahlungen sollen dann ins Ausland transferiert werden. Persönlicher Kontakt oder gar eine Wohnungsbesichtigung gibt es nicht - kommuniziert wird per E-Mail. Um Seriosität vorzutäuschen, werden auch Scheinfirmen im Internet benutzt. Gerade die Wohnungsnot von Studierenden oder Auszubildenden wird so oft ausgenutzt.

Portale wie Immobilienscout24 oder Immowelt versuchen, möglichst viele dieser Inserate zu löschen. Denn hat das Opfer gezahlt, steht schnell fest, dass die angebotene Wohnung nicht existiert.


Wie erkenne ich unseriöse Angebote?

  • Die Wohnungsmiete liegt deutlich unter der üblichen Durchschnittsmiete
     
  • Der Vermieter will nicht selbst zu einer Wohnungsbesichtigung kommen.
     
  • Der Vermieter gibt an, sich momentan im Ausland aufzuhalten.
     
  • Die E-Mail-Kommunikation läuft meist in englischer Sprache ab.
     
  • Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Bargeldtransfer. Das Geld wird also nicht an ein Konto, sondern an eine Person gesendet. Zur Abholung genügen die Transferdaten und ein (gefälschter) Ausweis.


Tipps

  • Vorsicht bei unrealistisch niedrigen Mietpreisen.
     
  • Leisten Sie niemals eine Vorauszahlung, weder bar noch per Überweisung.
     
  • Besichtigen Sie die Wohnung, bevor Sie einen Mietvertrag unterschreiben oder Zahlungen tätigen.Seriöse Wohnungseigentümer vermieten ohne vorherige Wohnungsbesichtigung nicht.
     
  • Suchen Sie persönlichen Kontakt zum Vermieter. Er sollte zumindest mit Ihnen telefonieren.
     
  • Schließen Sie immer einen schriftlichen Mietvertrag ab. Nehmen Sie eine vertraute Person als Unterstützung mit.
     
  • Im Zweifel recherchieren Sie nach ähnlichen Sachverhalten, Namen, Telefonnummern oder Schlüsselbegriffen im Internet.
     
  • Melden Sie dubiose Angebote dem Portalbetreiber.
     
  • Übermitteln Sie keine Ausweiskopien an Unbekannte und geben Sie keine persönlichen Daten, insbesondere keine Bankverbindungen, weiter. Ihre Daten könnten für weitere Straftaten missbraucht werden.


Empfehlungen im Betrugsfall

  • Löschen Sie die E-Mails nicht!
     
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und bringen Sie Transfer- und Überweisungsbelege mit.


Wo gibt es Informationen und Hilfe?

 
 

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