Allgemeine Informationen zur Deponie Einöd

Entwicklung

Die Entwicklung der Deponie Einöd geht auf das Jahr 1973 zurück, wo das Abfallwirtschaftskonzept der Landeshauptstadt Stuttgart in der ehemaligen "Einödklinge" den Bau einer Deponie zur Ablagerung von nicht brennbaren Gewerbeabfällen sowie für die Ablagerung von Hausmüll beim Ausfall der Abfallverbrennungsanlage in Stuttgart-Münster vorsah. Im Jahr 1978 wurde hierfür der Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Deponie mit einem Gesamtauffüllvolumen von zirka zwei Millionen Kubikmeter erteilt. Zwischen 1980 und 1982 wurde der Auffüllabschnitt I mit einem Verfüllvolumen von rund 540.000 Kubikmeter erstellt und anschließend in Betrieb genommen. Mit Inkrafttreten der technischen Anleitung Siedlungsabfall (TASi) im Jahre 1993 wurde ein neues Zeitalter in der Abfallentsorgung eingeläutet. Brennbare Abfälle wie Haus- und Sperrmüll durften im Bundesgebiet nach einer Übergangsfrist nur noch bis längstens 2005 auf Deponien unbehandelt abgelagert werden. Da die Landeshauptstadt Stuttgart schon damals über eine Abfallverbrennungsanlage verfügte, wurde die Ablagerung dieser Abfälle auf der Deponie Einöd nur noch bis 1996 genehmigt. Der neue Auffüllabschnitt II wurde daher von 1996 bis 1998 speziell nur noch für die Ablagerung von nicht brennbaren Abfällen ausgebaut.

Deponie Einöd - Mineralstoffdeponie

Auf der heutigen Mineralstoffdeponie werden seit 1998 mineralische Abfälle der Deponieklasse I und II abgelagert (Asbest, Bauschutt, Bodenaushub, produktionsspezifische Abfälle wie Gießereisande, Strahlsande, Schleifschlämme, Schlacken, Straßenaufbruch et cetera). Welche Abfälle genau auf solch einer Deponie abgelagert werden dürfen, ist in der Deponieverordnung (DepV) und der Abfall-Verzeichnisverordnung (AVV) geregelt. Großanlieferer müssen dabei ein spezielles Annahmeverfahren einhalten und umfangreiche Analysen des Abfallstoffes vorweisen. Bei der Anlieferung auf der Deponie Einöd wird eine genaue Eingangskontrolle vorgenommen und zur Überprüfung werden Kontrollproben entnommen. Privatpersonen und Kleingewerbetreibende müssen die jeweiligen Merkblätter der Abfallstoffe bei der Anlieferung beachten.

Zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb

Die Mineralstoffdeponie ist seit dem Jahr 2000 als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert und damit berechtigt das Überwachungszeichen der EdDE zu führen. Bei jährlichen Audits vor Ort werden die hohen Anforderungen an einen Entsorgungsfachbetrieb überwacht.

 
 

Mehr zum Thema

Entsorgungsfachbetrieb