Im Lagezentrum des Kirchentags

Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat am Freitagmittag, 5. Juni, die Veranstaltungsleitung des Kirchentags besucht, die in den Katakomben der Schleyer-Halle untergebracht ist.

Kurze Wege zwischen den Organisatoren

Schlicht steht ein großer Tisch in einem Raum, der unschwer als Turnhalle zu erkennen ist. "Wichtig sind bei einer derartigen Großveranstaltung vor allem die kurzen Wege zwischen den verschiedenen Organisatoren und Behörden", erklärt Regina Berndt vom Amt für öffentliche Ordnung.

"Deshalb teilt sich unsere Koordinierungsstelle eine Turnhalle mit dem Organisationsteam des Kirchentags, die nur durch eine mobile Wand getrennt ist und bei Bedarf hochgezogen werden kann." Die Wände sind bedeckt mit Karten des Cannstatter Wasens und der Fluchtwege, sowie einem großen Programmplan des Kirchentags. Auf einem großen Monitor können die Mitarbeiter verfolgen, wie sich der Cannstatter Wasen und die Porsche-Arena füllen.

OB Kuhn im 'Lagezentrum' des KirchentagsVergrößernOB Fritz Kuhn hat das 'Lagezentrum' des Kirchentags besucht. Er lobte die Veranstaltungsleitung: 'Stuttgart präsentiert sich bei diesem Kirchentag bisher großartig! Mein Dank gilt ausdrücklich der SSB, der Verkehrsüberwachung, der Polizei, den Rettungsdiensten, der Feuerwehr und den städtischen Dienststellen, die Hand in Hand arbeiten, um Gästen und Stuttgartern angenehme Tage zu bereiten. Ich bin ganz sicher, dass wir auch die nächsten Tage erfolgreich gestalten werden.' Foto: Max KovalenkoOB Fritz Kuhn hat das 'Lagezentrum' des Kirchentags besucht. Er lobte die Veranstaltungsleitung: 'Stuttgart präsentiert sich bei diesem Kirchentag bisher großartig! Mein Dank gilt ausdrücklich der SSB, der Verkehrsüberwachung, der Polizei, den Rettungsdiensten, der Feuerwehr und den städtischen Dienststellen, die Hand in Hand arbeiten, um Gästen und Stuttgartern angenehme Tage zu bereiten. Ich bin ganz sicher, dass wir auch die nächsten Tage erfolgreich gestalten werden.' Foto: Max Kovalenko

Analogtelefone statt überlasteter Mobilfunknetze

Auffallend sind die vielen analogen Festnetztelefone in der Einsatzzentrale. "Bei Großveranstaltungen sind wir verpflichtet, nur die Festnetztelefone zu benutzen", sagt Berndt.

"Am Abend der Begegnung ist zum Beispiel das Handynetz wegen der vielen Besucher überlastet gewesen, das wäre für uns als Organisationsleitung fatal. Mit den Festnetzanschlüssen sind wir immer auf der sicheren Seite, die alten Telefone können Leben retten."

Besonders wichtig bei der Planung eines Großereignisses, wie des Kirchentags, sei die Abstimmung der einzelnen Partner, weshalb die Planung bereits 18 Monate vor dem Kirchentag begann.

Verkehrslage in Stuttgart immer im Blick

"Unsere Aufgabe ist es, den Verkehr und die Besucherströme zu lenken", erklärt Ralf Thomas von der Integrierten Verkehrsleitzentrale (IVLZ). Vier Partner sammeln dabei Informationen über die Verkehrslage in Stuttgart:

Das Amt für öffentliche Ordnung, das Tiefbauamt, die Stuttgarter Straßenbahnen AG und das Polizeipräsidium Stuttgart. "Die Daten laufen in der IVLZ zentral zusammen und werden ausgewertet", sagt Thomas.

"Anschließend können wir durch dynamische Informationstafeln, Parkleitsysteme oder flexible Ampelschaltung aktiv Einfluss auf den Verkehr nehmen. Besonders wichtig beim Kirchentag sind unsere Besucherlenkungskonzepte, damit sich zum Beispiel nach Veranstaltungsende die vielen Besucher schnell verteilen." Insgesamt ist die Verkehrsbehörde mit über 25 Personen vor Ort.

Zusätzlich 40 Feuerwehrleute im Einsatz

Während des Kirchentags ist auch die Branddirektion in höchster Alarmbereitschaft. Die Mannschaften der Feuerwachen 1, 2, und 3 wurden verstärkt, ebenso die Integrierte Leitstelle.

Insgesamt sind 40 zusätzliche Feuerwehrmänner im Einsatz. Mit am Tisch ist auch ein Vertreter der Deutschen Bahn, der die Auslastung der S-Bahnen und die Verspätungen überwacht, und Vertreter der Johanniter, die den Sanitätsdienst beim Kirchentag leiten.

Enge Zusammenarbeit mit der Polizei

 "Der Kirchentag ist auch für uns eine große Herausforderung", sagt Andreas Feilmeier vom Städtischen Vollzugsdienst. "Wir sind dafür verantwortlich, dass Straßen wie die Mercedesstraße für Autos gesperrt werden. Hier arbeiten wir eng mit der Polizei zusammen, die deshalb auch bei uns am Tisch sitzt. So können wir im Bedarf schnell reagieren und einen sicheren Kirchentag gewährleisten."