Inklusionsfackel erreicht Stuttgart- Bürgermeisterin Isabel Fezer: "Es geht darum, dass wir offene Herzen haben."

Vor über einem Jahr ist die Inklusionsfackel in Frankfurt während des Aktionstags "Inklusion & Diversity" entzündet worden. Jetzt wird sie in alle Landeshauptstädte getragen.

Zum Evangelischen Kirchentag hat die Fackel in Stuttgart Station gemacht. Sozialbürgermeisterin Isabel Fezer nahm sie am Samstag, 6. Juni, von Alexandra Cremer vom Netzwerk Inklusion Deutschland auf dem Marktplatz entgegen. Fezer sagte: "Diese Fackel ist für uns etwas ganz Besonderes, denn das Thema Inklusion nehmen wir in Stuttgart sehr ernst. Es ist wichtig, dass wir zusammen gehen und dass wir alle offene Herzen haben. Die Fackel symbolisiert Licht und Wärme." Fezer verwies zugleich auf ein afrikanische Sprichwort: "Wenn du schnell gehen willst, dann geh alleine. Wenn Du weit gehen willst, dann musst du mit anderem zusammen gehen."  

Vor ihrem Eintreffen auf dem Marktplatz ist die Fackel im Rahmen der Inklusiven Diakonieparade quer durch die Stuttgarter Innenstadt getragen worden. An der Parade beteiligten sich rund 1200 Akteure aus 45 diakonischen Einrichtungen und Initiative. Außer von Bürgermeisterin Fezer wurden die Mitwirkenden vom Vorstandsvorsitzenden der Diakonie Württemberg, Dieter Kaufmann, sowie von Diakoniepräsident Ulrich Lilie begrüßt.

Kirchentag 2015Sozialbürgermeisterin Isabel Fezer nimmt die Inklusionsfackel entgegen. Foto: Lichtgut/Piechowski

"Die Mitte ist bunt."

Kaufmann verwies auf das Motto der Parade: "Die Mitte ist bunt." Die Diakonie sei mitten im Leben, weil sie die wichtigen Themen aufgreife und Hilfe biete. Ulrich Lilie sagte: "Vielfalt bereichert das Leben. Sie macht den eigentlichen Reiz aus."

Initiator der Inklusionsfackel ist das Netzwerk Inklusion Deutschland. Mit dem Projekt soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Inklusion jeden angeht. Alle Bürgerinnen und Bürger können in ihrem Umfeld dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderung selbstbestimmt und gleichberechtigt in der Gesellschaft leben können. Ziel des Fackellaufs ist auch, Menschen zum Thema Inklusion zu vernetzen und Vereine, Institutionen, Ämter und Organisationen in ganz Deutschland zu verbinden.

Die Inklusionsfackel steht darüber hinaus für Menschen, die aufgrund von Alter, Geschlecht, Weltanschauung, Herkunft, Religion oder ihrer sexuellen Identität benachteiligt werden.

Die Idee zum Fackel-Projekt hatte Alexandra Cremer. Zu den Unterstützern gehören unter anderem die "Aktion Mensch" und zahlreiche Sportverbände.  

In diesem Jahr hat die Inklusionsfackel, die erstmals am 10. Mai 2014 von Sebastian Dietz, Goldmedaillengewinner der Paralympics und Weltmeister im Diskuswerfen, entzündet wurde, bereits zahlreiche Städte bereist, darunter Wiesbaden, Düsseldorf, Dresden, Hamburg, München und Bremen. Nach dem Finale in Berlin am 11. Juli wird die Fackel auf Weltreise gehen.