Gedichte von Emma Sulz, 2. Preis 2015, Altersklasse 6-12

Frühlingsluft


Er schwebt dahin wie Staub im Wind
leichtfüßig wie der Sonne Kind,
der Blumenduft der Frühlingsluft
und jedes Zimmer, jede Gruft
füllt sich mit diesem,
feinen Duft, gemacht aus tausend Wiesen.
Die Ida in dem blauen Kleid,
von Übeln fühlt sie sich befreit.
Der Hund der Ida, der Trauerkloß,
hüpft fröhlich in der Ida' Schoß.
Du siehst schon, er tut allen gut,
den Männern in dem grauen Hut,
den Damen im Hyänenpelz
und sogar dem Dinkelspelz.
Der Frühlingsduft
der Frühlingsluft.

Neureiche Helden


Schafe, Ziegen, Pferde-
alles viel zu alt.
Ich halte eine Herde
Handys mir im Wald.
Eingezäunt, auf wenig Platz
dicht an sich gedrängt
aufgestapelt ist mein Schatz
ins Gitter eingezwängt.
Ich bin einer der Wenigen
der hat diese Leidenschaft
"Das ist nicht gut" , das Gerede der Seeligen
doch es ist einfach und kostet keine Kraft.
Das ganze alte Zeug -
ich bin zu jung dafür,
drum leb' ich lieber heut'
und schäm mich nicht dafür!