Bioabfallvergärungsanlage am Standort Zuffenhausen

Ab Herbst 2016 soll die Anlage gebaut werden. Dort werden künftig Bioabfälle verwertetet und darüber hinaus umweltverträgliches Biogas gewonnen.

Der Gemeinderat hat am Donnerstag, 16. Juli 2015, den Projektbeschluss zum Bau einer Bioabfallvergärungsanlage am Standort Zuffenhausen gefasst. In der neuen Anlage sollen nach Abschluss der Einführung der Pflichtbiotonne die in Stuttgart gesammelten Bioabfälle vergärt werden.

Bis zur vollständigen Umstellung auf die flächendeckend getrennte Sammlung von Bioabfällen sind drei Jahre vorgesehen. Der Bau der Anlage ist bislang mit 19 Millionen Euro veranschlagt.

Der Gemeinderat hat mit dem Beschluss die Verwaltung beauftragt, die weiteren Planungsleistungen zu vergeben und die europaweite Ausschreibung der Bioabfallvergärungsanlage in die Wege zu leiten.

Die Bioabfallvergärungsanlage in Zuffenhausen ist mit einer Kapazität von 30.000 bis zu 35.000 Tonnen pro Jahr geplant. Mit dem flächendeckenden Einsatz der Biotonne verdoppelt sich die Bioabfallmenge, die derzeit rund 15.000 Tonnen pro Jahr beträgt.

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Strom, Wärme und Gas

Die Anlage dient neben der Verwertung der Bioabfälle auch einer umweltverträglichen Energiegewinnung: Das Biogas, das bei der Vergärung des Bioabfalls entsteht, kann entweder direkt in einem Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt oder auf Erdgasqualität aufbereitet werden.

Der städtische Eigenbetrieb AWS plant seit 2012 den Bau einer solchen Anlage zur Vergärung. Nach umfangreicher Suche sind die Planungen für den Standort Hummelsbrunnen-Süd in Zuffenhausen zwischenzeitlich so weit vorangeschritten, dass in Kürze die immissionsschutzrechtliche Genehmigung beim Regierungspräsidium Stuttgart eingereicht werden kann.

Bioabfallvergärungsanlage am Standort Zuffenhausen (PDF)

Die für den Genehmigungsantrag erstellten Gutachten (Artenschutz, Lärm, Geruch, Abstandnachweise, Baugrund) weisen allesamt nach, dass durch die Anlage keine Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Die planrechtlichen Voraussetzungen sollen bis Sommer 2016 vollständig geschaffen werden, so dass nach erfolgter Genehmigung mit dem Bau im Herbst 2016 begonnen werden kann.