Fortepiano-Festival Stuttgart

Mit dem seit 2010 jährlich stattfinden Fortepiano-Festival Stuttgart wollen die Veranstalter den Musikfreunden ein vertieftes Musikerlebnis anbieten. Künstlerinnen und Künstler, die sich hauptsächlich der Wiedergabe klassischer Meisterwerke widmen, spielen auf Instrumententypen der Entstehungs- und Blütezeit des Fortepianos und in entsprechenden Räumlichkeiten.

Die gesprochenen Einführungen zu den Konzerten sorgen für eine gewisse Wärme und "Gesprächsnähe". Mit Referaten, Instrumenten-Vorstellungen und Workshops bietet das Fortepiano-Festival auch kulturkundliche Informationen und nimmt wertvolle musikerzieherische Aufgaben wahr.

Die Blütezeit des Hammerflügels (Fortepiano), Vorgänger des modernen Flügels, liegt in der Zeit zwischen 1750 und 1850. Bedingt durch die Änderungen in der Musikwelt im 19. Jahrhundert, den massiveren und lautstärkeren Instrumenten für größere Musikräume, unterscheidet sich der Hammerflügel sehr von modernen Instrumenten. Eine Besonderheit des Hammerflügels ist das Fehlen eines geschlossenen metallischen Rahmens zur Aufnahme der Saitenzugspannung. Im Gegensatz zum modernen Klavier ist die Besaitung des Hammelflügels mit geringerer Saitenspannung und vergleichsweise dünnen Saiten ausgeführt. Die Hammerköpfe, welche den Ton auf der Saite anschlagen, sind beim Hammerflügel kleiner und leichter als bei modernen Instrumenten. Diese besondere Konstruktion des Hammerflügels spürt der Hörer in Form einer besonderen Transparenz und Farbigkeit des Klanges, sowie der Intimität und Tiefenwirkung der Musik. Diese heute zum Teil in Vergessenheit geratene Musik ist im Rahmen des Fortepiano-Festivals Stuttgart zu erleben.

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Foto: Fortepiano-Festival / Haueis

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