Was kann ich bei Feinstaubalarm tun?

Während der Feinstaubalarm-Periode vom 15. Oktober 2016 bis 15. April 2017 hat die Stadt Stuttgart über die Social-Media-Kanäle, Messaging-Dienste, Vario-Tafeln an den innerstädtischen Ein- und Ausfahrtstraßen, Informationsanzeigen an der Autobahn, Verkehrsmeldungen im Radio und über die Websiten www.stuttgart.de und  www.feinstaubalarm.stuttgart.de über Beginn, Fortgang und Ende des Feinstaubalarms informiert.

Die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen

Die Stadt Stuttgart verfügt über ein dichtes und gut funktionierendes Netz an Bus-, Stadtbahn- und S-Bahnlinie. Über 600.000 Menschen nutzen täglich den öffentlichen Nahverkehr in Stuttgart - und die Zahlen steigen. Das Angebot wird daher kontinuierlich ausgebaut.

So wird zu Beginn der neuen Feinstaubalarm-Periode am 16. Oktober 2017 die Stadtbahnlinie U19 von Neugereut bis zum Neckarpark in den Dauerbetrieb gehen. Sie fährt dann werktags zwischen 6 und 20 Uhr im 10-Minuten-Takt und entlastet damit die U2, die im Abschnitt zwischen Neugereut und Bad Cannstatt sehr stark frequentiert ist.

Ab Dezember 2017 wird zudem die Stadtbahnlinie U12 vom Hallschlag bis nach Remseck verlängert und mit der Haltestelle Budapester Platz eine neue Anbindung an das Europaviertel geschaffen. Zudem werden dort tagsüber erstmals 80-Meter-Züge (Doppeltraktions-Züge) eingesetzt. Damit erhöht sich auf der gesamten Strecke zwischen Remseck und Dürrlewang deutlich die Kapazität, was sich insbesondere auf den Innenstadtbereich entlastend auswirkt. Zum Fahrplanwechsel im Dezember sollen auch im Busverkehr der SSB Verbesserungen vorgenommen werden.

Für Pendler, die vom PKW auf das Schienennetz umsteigen wollen, stehen im Gebiet des VVS auf 106 Park-and-Ride-Anlagen (P+R) über 15.000 Stellplätze zur Verfügung. Neu seit 2016 ist das Parkhaus "Österfeld" in S-Vaihingen, bei dem wie im Parkhaus "Albstraße" in Degerloch das einfache Prinzip "Parkschein = Fahrschein" gilt.

Den Komfort-Kamin auslassen

Das Land Baden-Württemberg hat im Januar 2017 eine Verordnung über Betriebsbeschränkungen für kleine Feuerungsanlagen (Luftqualitätsverordnung-Kleinfeuerungsanlagen) verabschiedet. Damit ist der Betrieb von sogenannten Komfort-Kaminen an Tagen mit Feinstaubalarm im Stadtgebiet Stuttgart verboten. Das Betriebsverbot ist am 24. Februar 2017 in Kraft getreten. Es gilt an Tagen mit Feinstaubalarm.

Komfort-Kamine sind Kamine oder Kaminöfen, die eher der Behaglichkeit als der Wärmeerzeugung dienen. Sie werden auch als Einzelraumfeuerungen bezeichnet, da sie nur einzelne Räume beheizen und oft nur als Zusatzheizung zu einer Gas- oder Ölheizung betrieben werden. Diese kleinen Holzfeuerungsanlagen haben häufig erhebliche Probleme mit Luftschadstoffen. Sie produzieren unzählige inhalierbare Staubteilchen - den Feinstaub. Grundsätzlich vom Feinstaubalarm ausgenommen sind Wohnungen, die ausschließlich mit solchen Feuerungen beheizt werden.

Ein erheblicher Teil der Feinstaub-Emissionen, die in Stuttgart gemessen werden, entstehen aus der Holzverbrennung. Laut einer Studie der LUBW macht das Heizen mit Komfort-Kaminen je nach Messstelle im Jahresmittel zwischen fünf und 32 Prozent der
Feinstaub-Belastung aus.

Zum Download: Flyer Betriebsverbot Komfort-Kamine (PDF)

Weitere Infos:

P+R-Plätze anfahren

Praktisch für Pendler, die vom PKW auf das Schienennetz umsteigen wollen: Im Gebiet des VVS stehen auf 106 Park-and-Ride-Anlagen (P+R) über 15.000 Stellplätze zur Verfügung. Neu seit 2016 ist das Parkhaus "Österfeld" in S-Vaihingen, bei dem wie im Parkhaus "Albstraße" in Degerloch das einfache Prinzip "Parkschein = Fahrschein" gilt.

Eine Fahrgemeinschaft bilden

Ein Auto in Stuttgart ist im Durchschnitt nur mit 1,28 Personen besetzt. Fahrgemeinschaften sind deshalb ein sinnvolles Mittel, um den motorisierten Verkehr in Stuttgart und der Metropolregion zu reduzieren und das Auto effizienter zu nutzen. Denn: Mitfahren ist besser für die Umwelt als alleine fahren. Vermittlungsbörsen im Internet helfen dabei, den passenden Mitfahrer zu finden.

Mit dem Fahrrad oder Pedelec fahren

Radfahren hält nicht nur fit und ist gut für die Umwelt: Als Radfahrer ist man im Stadtverkehr auch oft schneller am Ziel. Das Radverkehrsnetz wird daher in Stuttgart kontinuierlich ausgebaut und verbessert. Pendler können dadurch schneller und bequemer z.B. mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.

Zudem gibt es an vielen SSB-Haltestellen, S-Bahn- und DB-Stationen Einstellplätze für Fahrräder, die oftmals überdacht sind. Auch die Fahrrad-Servicestationen bieten gegen eine Gebühr an, Fahrräder bewacht und überdacht abzustellen. Wer kein eigenes Rad hat, kann Leihsysteme nutzen: So stellt etwa DB Rent unter dem Namen Call a Bike an vielen Standorten in der Stadt 500 Mietfahrräder zur Verfügung, darunter 100 Pedelecs. Außerdem gibt es 13 E-Bike-Stationen an S-Bahn-Haltestellen in der Region.

Am 1. März 2018 startet dann das neue Fahrrad- und Pedelecverleihsystem "RegioRadStuttgart" mit insgesamt 685 Fahrrädern und 340 Pedelecs an 94 Stationen in der gesamten Region.

Ein (Elektro-)Auto oder einen E-Roller teilen

Emissionsfrei sparen: E-Fahrzeuge mit einem E-Kennzeichen dürfen in Stuttgart kostenlos auf den städtisch bewirtschafteten Parkplätzen parken. Wer kein E-Auto besitzt, kann sich auch erst mal eines mieten: Mit insgesamt 500 Elektro-Smarts und 50 elektrischen Mercedes-Benz B-Klassen betreibt car2go in Stuttgart die größte Elektro-Leihflotte weltweit. Auch die Carsharing-Anbieter Flinkster und Stadtmobil verfügen über emissionsarme Fahrzeuge, die man als Mitglied nutzen kann.

Neu in Stuttgart ist das E-Roller-Mietsystem stella der Stuttgarter Stadtwerke. Die E-Roller fahren 100 Prozent emissionsfrei mit Ökostrom der Stadtwerke. Sie können problemlos mit dem normalen Pkw-Führerschein genutzt werden.

Einfach zu Fuß gehen

Stuttgart ist begehenswert! Über 25 Prozent aller täglichen Wege in Stuttgart werden zu Fuß zurückgelegt. Zu Fuß gehen ist gesund, umweltfreundlich und es kostet nichts. Außerdem ist man über die "Stuttgarter Stäffele" oft schneller am Ziel als man denkt. Und vor allem das Hinaufsteigen lohnt sich: Oben angekommen, bieten sich herrliche Ausblicke auf die Stadt.

Die Arbeit flexibel gestalten

Warum nicht früher oder später zur Arbeit fahren? Viele Unternehmen bieten Gleitzeit an und helfen damit, die öffentlichen Verkehrsmittel in den Hauptverkehrszeiten zu entlasten. Auch das Arbeiten von zu Hause aus ist in vielen Betrieben möglich. Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber darauf an, ob Sie bei Feinstaubalarm flexibel reagieren können.

Den Freizeit-Verkehr reduzieren

Auch in der Freizeit kann man aktiv zu einer besseren Luft in Stuttgart beitragen. Der eigene Stadtteil bietet oft viele Möglichkeiten zum Sportmachen, Erholen und Entspannen. Nutzt man die Angebote vor Ort, stärkt man nicht nur den Stadtteil, sondern vermeidet auch längere Wege und damit Verkehr.