Doppelhaushalt 2016/2017: Nachhaltige Mobilität

Die Stadt will die Schadstoffe in der Luft, Staus und Lärm weiter reduzieren. Dazu wurden auch Projekte aus dem Aktionsplan von OB Kuhn "Nachhaltig mobil in Stuttgart" in den Haushalt aufgenommen. Insgesamt werden hier rund 14 Millionen bereitgestellt. Schwerpunkte sind die Elektromobilität, der Fuß- und Radverkehr, das Stadtklima und das Neubürgermarketing.

Eine verbesserte Mobilität senkt die Belastung durch Lärm und Luftschadstoffe. Ein Pfeiler dabei: die Elektromobilität.

E-Mobilität - Elektro-AutoEine verbesserte Mobilität senkt die die Belastung durch Lärm und Luftschadstoffe. Ein Pfeiler dabei: die Elektromobilität. Foto: Stadt Stuttgart/Semle

Umstellung auf Elektrofahrzeuge

So soll einerseits nach und nach die Stuttgarter Taxiflotte auf elektrisch angetriebene Fahrzeuge umgestellt werden. Der Umstieg der Taxis auf E-Antriebe und die Errichtung zweier Schnellladestation im öffentlichen Raum werden in einem ersten Schritt mit 192.000 Euro im Doppelhaushalt gefördert. Auch der städtische Fuhrpark wird schrittweise auf Elektrofahrzeuge umgestellt und um weitere Lastenräder und Pedelecs ergänzt. Dazu hat der Gemeinderat einen Fonds "emissionsfreies Fahren" mit 300.000 Euro bereitgestellt.

Der Ausbau des Fahrradnetzes und die Ertüchtigung der für Stuttgart typischen Stäffele sind wichtige Bausteine für mehr Lebensqualität und für die innerstädtische Mobilität. Für den weiteren Ausbau des Stuttgarter Radwegenetzes sieht der  Doppelhaushalt zusätzlich 3,6 Millionen Euro vor. Für die Sanierung der Stäffele sind jährlich 300.000 Euro im Haushalt eingestellt. Für kleinere Fußverkehrsfördermaßnahmen stehen jährlich 50.000 Euro bereit.

Mehr Bäume und Sträucher in der Stadt

Bäume und Straßengrün tragen an stark befahrenen Straßen erheblich zur Klimaverbesserung und Feinstaub-Bindung bei. Hier setzt das Programm "Neues Grün: Mehr Bäume und Sträucher in der Stadt" an, für das 1,76 Millionen Euro bereitstehen. Zudem wird unter wissenschaftlicher Begleitung eine Mooswand entlang der B14 im Bereich des Neckartors/Cannstatter Straße installiert. Wissenschaftler sollen in den kommenden beiden Jahren untersuchen, inwieweit das Moos die Luftschadstoffe reduzieren kann. Dafür hat der Gemeinderat 388.000 Euro bewilligt.

Um die jährlich über 50.000 Neubürger für nachhaltige Mobilität zu interessieren, hat der Gemeinderat 500.000 Euro im Jahr 2016 für die Neuausrichtung des Neubürgermarketings eingestellt.