2016 - Gabriele Müller-Trimbusch

Die Landeshauptstadt Stuttgart, der Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart und der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs haben am 2. Februar 2016 die Otto-Hirsch-Auszeichnung an die ehemalige Sozialbürgermeisterin der Landeshauptstadt Stuttgart, Gabriele Müller-Trimbusch verleihen.

Die Reden zum Anhören

Tonaufnahmen der Reden zur Übergabe des Preises werden etwa 14 Tage nach der Verleihung eingefügt.

Biographie Gabriele Müller-Trimbusch

Gabriele Müller Trimbusch war über Jahrzehnte eine zentrale Persönlichkeit mit höchster gesellschaftlicher Wertschätzung in allen wichtigen Fragen des interreligiösen Dialogs. Darüber hinaus war sie langjährige evangelische Sprecherin der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) und in den Kontakten nach der israelischen Gemeinde Shavei Zion und nach ?ód? engagiert. Sie war viele Jahre bis 2011 Vorsitzende des Komitees Baden-Württemberg der Freunde der Universität Tel Aviv.

Sie begleitete die IRGW beim Aufbau einer Betreuung für die jüdischen Kontingentflüchtlinge mit Rat und Tat ebenso wie sie die Öffnung der jüdischen Gemeinde in die Stadtgesellschaft hinein gefördert hat. Über Jahre etablierte sich dank ihres Engagements und ihres persönlichen Einsatzes, in dem sie auch schwierige Dinge beim Namen nannte, ein sehr enges Verhältnis zwischen der Landeshauptstadt Stuttgart und dem Vorstand der IRGW.

1945 in Schleswig-Holstein geboren, wurde sie nach dem Studium von Englisch, Geschichte und Philosophie in Kiel und Bloomington (Indiana, USA) 1971 Dozentin an der Universität Stuttgart. Am 23. März 1990 wählte der Gemeinderat Gabriele Müller-Trimbusch als erste Frau auf Stuttgarts Bürgermeisterbank zur Beigeordneten für Jugend, Soziales und Gesundheit. 1998 und 2006 wurde sie im Amt bestätigt und beendete 2010 mit Erreichen des 65. Lebensjahres ihre Aufgabe als Bürgermeisterin.

Zahlreiche Ehrenämter stehen für ein intensives gesellschaftliches Engagement. Von der Gründung bis heute ist sie Vorstandsvorsitzende der Stiftung Bundespräsident Theodor Heuss Haus und Vorstandsmitglied der Theodor-Heus-Stiftung. 2007 wurde Gabriele Müller-Trimbusch vom damaligen französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac zum "Officier de l'ordre National du Mérite" ernannt, 2008 erhielt sie den AMSEL Förderkreis/Ursula-Späth-Preis.

Foto von Gabriele Müller-TrimbuschVergrößern
Gabriele Müller-Trimbusch. Foto: LHS Stuttgart, Horst Rudel