Energiespartipps - Oft reichen schon kleine Maßnahmen

Zehn einfache Tipps können den Energieverbrauch senken und den Geldbeutel schonen.

Die Energiewende ist ein Gemeinschaftsprojekt. Sie kann nur gelingen, wenn Stadt, Industrie und Handwerk, aber auch ­alle Bürgerinnen und Bürger an einem Strang ziehen und Energie einsparen. Die privaten Haushalte, die beim ­Primärenergie-verbrauch den zweiten Rang nach dem Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und sonstige Industrie belegen, spielen dabei eine wichtige Rolle. Oft reichen schon kleine Maßnahmen. Das Amt für ­Umweltschutz hat zehn einfache und schnell umsetzbare Energiespartipps zusammengestellt.

1. Erleuchtung durch LEDs

Der Einsatz von LED-Leuchtmitteln schont auf lange Sicht nicht nur den Geldbeutel, ­sondern tut auch der Umwelt gut. So wird etwa bei gleicher Leuchtkraft anstelle einer 60-Watt-Glühbirne lediglich eine LED-Lampe mit 8 Watt be­nötigt. Energieersparnis: rund 87 Prozent.


2. Deckel drauf

Wer beim Kochen stets einen Deckel verwendet, kann ohne großen Aufwand bis zu einem Drittel Energie sparen. Noch weniger Energie verbraucht ein Schnellkochtopf. Außerdem sollten der Topf oder die Pfanne stets auf der passenden Herdplatte stehen. Diese sollte weder zu groß noch zu klein sein.


3. Kühl ohne schwitzen

Der Kühlschrank sollte nicht zu nah an Wärmequellen wie Heizung, Spülmaschine oder Fenster stehen. Denn je höher die Umgebungstemperatur, desto höher der Stromverbrauch. Außerdem sollte die Innentemperatur des Kühlschranks nicht unnötig niedrig sein. Empfehlenswert im Blick auf die Energieersparnis ist hier eine Temperatur von 7 Grad Celsius.


4. Strom, der was bewegt

Durch den Wechsel des Stromtarifs können Privathaushalte mit kleinem Aufwand einen Beitrag zur Energiewende leisten. Durch den steigenden Bezug von Ökostrom wird weniger konventionell erzeugter Strom be­nötigt und der Ausbau der ­erneuerbaren Energien ge­fördert.


5. Voll? Toll!

Die Waschmaschine sollte nur laufen, wenn sie voll ist. Heutige Waschmittel machen außerdem Koch- und Vorwäsche überflüssig. Wer bei 40 statt bei 60 Grad wäscht und seine Wäsche auf der Leine anstatt im Wäschetrockner trocknet, schont Geräte und Geldbeutel und spart nebenbei noch Energie.


6. Bitte ohne Eis

Eis macht nur in einem kühlen Getränk, auf der Eislaufbahn und in der Waffel Spaß. In der Kühltruhe und im Gefrierfach kostet es unnütz Geld und Energie. Regelmäßiges Abtauen ist aus verschiedenen Gründen sinnvoll: Zum einen stört das Eis beim Öffnen der Fächer und nimmt Platz für Lebensmittel weg. Zum anderen braucht ein vereistes Gerät deutlich mehr Energie, um weiter zu kühlen. Manchmal sinkt die Kühlleistung sogar drastisch. Das ist dann nicht nur schlecht für den Geldbeutel und die Energiebilanz, sondern auch für die Lebensmittel.


7. Viel zu aufgeblasen

Die Heizung gibt gluckernde Geräusche von sich und wird nicht mehr richtig warm? ­Dieses Szenario spielt sich ­alle Jahre wieder zu Beginn der Heizperiode in vielen Haushalten ab. Der Grund: In den Heizrohren und Heizkörpern sammelt sich im Laufe der Zeit Luft an. Diese verdrängt das Warmwasser und hindert es daran, zu zirkulieren. Dadurch kann sich der Heizkörper nicht mehr er­wärmen und die Heizleistung sinkt. Wer seine Heizkörper aber regelmäßig entlüftet, kann sich auch im Winter über ein warmes Heim freuen und spart zudem Energie.


8. Bye-bye Stand-by

Wer den Fernseher abends ausschaltet, wird ihn, während er schläft, nicht wieder brauchen. Wer sich die Augen reibt und genug am Computer gearbeitet hat, wird den Monitor so schnell nicht nochmal einschalten wollen. Deshalb diese Geräte mit einem Knopfdruck ganz ausschalten und Energie sparen, anstatt sie im Stand-by-Betrieb vor sich hin schlummern zu lassen!


9. Zeit ist Geld

Wer für eine Tasse Tee einen Kochtopf und eine elektrische Herdplatte bemüht, muss nicht nur abwarten bis er Tee trinken kann, sondern verschwendet auch noch Energie. Denn bevor die ­Wärme im Wasser ankommt, müssen sich zuerst die Herdplatte und der Topfboden erwärmen. Viel schneller geht's mit einem Wasserkocher!


10. Alles muss raus

Wenn im Winter die Luft durchs Heizen stickig wird, klappen viele gerne das Fenster auf. So heizen sie aber sprichwörtlich zum Fenster hinaus. Wesentlich besser für die Klimabilanz und den Geldbeutel ist Stoßlüften. ­Dazu mehrmals täglich die er weit öffnen. Nach fünf bis zehn Minuten ist die verbrauchte Luft draußen. Noch schneller geht's, wenn man einen Durchzug herstellen kann, also gegenüberliegende Fenster oder Türen ­öffnet. Dann tauscht sich die Luft im Raum sogar innerhalb von zwei bis fünf Minuten aus.


Weitere Informationen

Wer noch mehr Energie sparen und in Sanierungsmaßnahmen investieren möchte, findet auf der Internetseite des Energieberatungszentrums Stuttgart e.V. viele Tipps und Hinweise. Die Experten des Beratungszentrums stehen außerdem für ­individuelle Beratungen zur Verfügung. Ausführliche ­Informationen unter Telefon 61565550 oder auf der Internetseite www.ebz-stuttgart.de.