Bürgerbeteiligung Rosenstein

Luftbild Entwicklungsfläche RosensteinVergrößernNach dem Rückbau des Gleisfeldes werden etwa 85 Hektar Fläche für die Entwicklungsfläche Rosenstein zur Verfügung stehen. Foto: www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/Arnim KilgusNach dem Rückbau des Gleisfeldes werden etwa 85 Hektar Fläche für die Entwicklungsfläche Rosenstein zur Verfügung stehen. Foto: www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/Arnim Kilgus

Ein Dialog für Stadt und Bürger

Mit der Fertigstellung des neuen Hauptbahnhofs werden die heute noch bestehenden Gleisanlagen frei. Auf diesem Gelände, etwas sperrig Entwicklungsfläche Rosenstein ­genannt, soll ein neues Quartier entstehen. Um dies zu ­gestalten, hat die Stadt einen breiten gesellschaftlichen Diskurs angestoßen: die Informelle Bürgerbeteiligung ­Rosenstein. Auf vielfältige Art und Weise können sich hier alle Bürgerinnen und Bürger einbringen.

Nicht viele Großstädte haben die Möglichkeit, einen ganzen Stadtteil neu zu entwickeln. Für Stuttgart ergibt sich diese Chance nach mehr als 100 Jahren - und das mitten im Zentrum. Die Landeshauptstadt möchte das gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern tun. Es geht darum, zu erfahren, was den Menschen wichtig ist: Welche Interessen und Bedürfnisse haben sie, was soll auf der Fläche ent­stehen, wie stellen sie sich ein Zusammenleben vor?

Auch online beteiligen

Die Informelle Bürgerbetei­ligung Rosenstein will den Menschen einen Zugang eröffnen. Sie besteht aus verschiedenen Bausteinen, die alle gleich bedeutsam sind und unterschiedliche Mit­wirkungsmöglichkeiten bieten. Zudem können sich Interessierte auch online unter www.stuttgart-meine-stadt.de/rosenstein beteiligen. Dort finden sich auch viele weitergehende ­Informationen zur Entwicklungsfläche Rosenstein und zur Bürgerbeteiligung. Ziel ­aller Bausteine ist eine sinnvolle und ergebnisbringende Beteiligung aller Altersstufen und gesellschaftlichen Gruppen. An deren Ende steht ein Memorandum, das als Basis für weitere Entscheidungs­prozesse in Verwaltung und Gemeinderat dienen soll.

Offene Formate

Vielen Stuttgartern ist die Entwicklung ihrer Stadt wichtig. Sich in großen öffentlichen Veranstaltungen aktiv einzubringen, ist eine Sache. Ein anderer Weg sind die sogenannten offenen Formate. Sie bieten allen Bürgern die Chance, ihre Meinung und Kreativität auf verschiedene Weise zum Ausdruck zu bringen. Interessengruppen oder Organisationen können selbst offene Formate gestalten wie beispielsweise Diskussionsrunden, Begehungen oder ­eigene Kunstprojekte, an denen sie ihre Interessen und Bedürf­nisse sichtbar machen können. Ideen für solche Formate können gerne an das Moderationsteam der Bürgerbeteiligung, die Mediator GmbH, per E-'Mail an rosenstein@mediatorgmbh.de ­geschickt werden.

Das Forum Rosenstein

Die offenen Formate sind ein Teil des Verfahrens. Ein weiterer Baustein bringt die Stimmen der Stadtgesellschaft zusammen. Das sogenannte Forum Rosenstein hat sich nach Vorgesprächen gebildet und am 15. März erstmals ­öffentlich getagt. Interessierte haben die Möglichkeit, den Sitzungen zuzuhören. Die Mitglieder des Forums sollen das Wie des Verfahrens ausgestalten und können etwa offene Formate anstoßen. Außerdem haben die Mitglieder eine weitere wichtige Funktion: Sie sind Multiplikatoren, die neueste Entwicklungen der Bürgerbeteiligung in die Stadtgesellschaft hineintragen und im Umkehrschluss Anregungen oder Fragen aus der Bevölkerung in das Forum einbringen. Darüber hinaus sammelt das Forum offene Fragen und wichtige Themen und ­begleitet das Beteiligungsverfahren bis zur Entstehung der Prozessergebnisse.

Expertenpanel

Als weiterer Baustein ist ein sogenanntes Expertenpanel angedacht. Es soll Expertenwissen konstruktiv in das ­Verfahren einbinden und ­Expertisen für die Zukunft der Entwicklungsfläche Rosenstein sowie für das Zu­sammenleben in Stuttgart ­ein­holen. Das Panel könnte etwa in Form einer ­Befragung von Experten oder in Workshops mit der Fachöffentlichkeit umgesetzt werden.

Öffentliche Veranstaltungen

Neben den genannten Formaten sind die Öffentlichen Veranstaltungen ein weiterer Baustein der Bürgerbeteiligung. Interessierte erfahren dort mehr über das Gebiet, können Fragen stellen und miteinander ins Gespräch kommen. Sie können sich so gemeinsam mit einzelnen Themen auseinandersetzen und aktiv mitmachen. Die erste öffentliche Veranstaltung fand am Samstag, 9. April, statt, zwei weitere folgen am 18. Juni und 24. September.

Moderiert ­werden die Veranstaltungen von der MEDIATOR GmbH aus Berlin. Deren Team um Beate Voskamp und Stefan Kessen leitet außerdem den gesamten informellen Bürgerbeteiligungsprozess.

Weitere Informationen

www.stuttgart-meine-stadt.de/rosenstein

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