Rosenstein - eine wechselvolle Geschichte

Die Geschichte der Entwicklungsfläche Rosenstein steht in enger Verbindung zur Historie des Stuttgarter Eisenbahnverkehrs.

Bis 1922 lag Stuttgarts Zentralbahnhof in der heutigen Bolzstraße und die jetzige Entwicklungsfläche Rosenstein war noch vorwiegend begrünt. Das änderte sich mit der Entscheidung, wegen des steigenden Verkehrsaufkommens, einen neuen, großen Hauptbahnhof zu errichten. König Wilhelm II. entschied 1907, dass am heutigen Arnulf-Klett-Platz ein neuer Kopfbahnhof entstehen solle. In der Folge wurde zwischen 1914 und 1928 der heutige, von Paul Bonatz entworfene Hauptbahnhof und das bestehende Gleisfeld gebaut.

Die Idee von Anfang der 1990er Jahre, den Kopfbahnhof in einen Durchgangsbahnhof umzugestalten und die oberirdischen Gleisanlagen zurückzubauen (Stuttgart 21), eröffnet die Möglichkeit, über die Entwicklung eines neuen Stadtteils nachzudenken. Dazu wurden die Flächen 2001 großteils von der Stadt erworben. Wie dieses Gebiet in Zukunft genutzt werden soll, möchte die Stadt nun in einer informellen ­Beteiligung mit den Bürgern diskutieren.

Bürgerbeteiligung RosensteinVergrößernDie Lithographie von Friedrich Wagner und Friedrich Federer aus dem Jahr 1852 zeigt Stuttgart. In der unteren rechten Bildhälfte ist das Rosenstein-Areal zu sehen. Rechte: Stadtarchiv Stuttgart/B 2535Die Lithographie von Friedrich Wagner und Friedrich Federer aus dem Jahr 1852 zeigt Stuttgart. In der unteren rechten Bildhälfte ist das Rosenstein-Areal zu sehen. Rechte: Stadtarchiv Stuttgart/B 2535