Konzept zur "Verbesserung der Situation der Prostituierten in Stuttgart"

Kampagne: Stoppt Zwangs- und Armutsprostitution!

Die Stadt Stuttgart will die Situation der Prostituierten in unserer Stadt verbessern. Insbesondere nimmt die Stadt den Kampf gegen die Armuts- und Zwangsprostitution auf. Die persönliche und gesundheitliche Lage der Prostituierten muss ebenso gestärkt werden, wie ihre rechtliche Situation. Die Diskussion für oder gegen ein generelles Verbot der Prostitution soll nicht Gegenstand dieses Konzepts sein.

Mit den Anlaufstellen La Strada / Café Strichpunkt, sowie den dazugehörigen medizinischen und sozialen Beratungen und der Finanzierung des Projektes von ZORA "Plan P" für Frauen, die aus der Prostitution aussteigen wollen, bietet die Landeshauptstadt Stuttgart bereits bisher vielfältige Hilfs- und Unterstützungsangebote für Prostituierte.

Im Auftrag des Oberbürgermeisters hat eine städtische Arbeitsgruppe unter Beteiligung des Polizeipräsidiums Stuttgart das Konzept entwickelt, das vor dem Hintergrund der laufenden intensiven Diskussion auf Bundes-, Landes- und städtischer Ebene ständig fortentwickelt und angepasst werden muss.

Ziele des Stuttgarter Konzepts:

  • Bekämpfung der Armuts- und Zwangsprostitution
  • Stärkung der persönlichen und gesundheitlichen Lage sowie Verbesserung
  • der rechtlichen Situation der Prostituierten
  • Schutz von minderjährigen Prostituierten
  • Schwächung der Profiteure
  • Verbesserung des Infektionsschutzes
  • Initiierung einer Wertediskussion zu Menschenwürde, Partnerschaft,
  • Sexualität und Frauenbild sowie Aufklärung durch Öffentlichkeitsarbeit bzw.
  • Kampagne
  • Verbesserung der Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner im besonders betroffenen Leonhards- und Bohnenviertel

Kampagne: Stoppt Zwangs- und Armutsprostitution!

Neben politischen und behördlichen Initiativen geht es der Stadt Stuttgart darum, die Freier anzusprechen und in die Pflicht zu nehmen, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein. Dies öffentlich zu vermitteln ist Ziel der im April 2016 gestarteten sogenannten Freier-Kampagne: Die Stadt Stuttgart will Freiern gezielt die Folgen ihres Tuns aufzeigen:  www.stuttgart-sagt-stopp.de

Weitere Informationen

Konzept zur Verbesserung der Situation der Prostituierten in Stuttgart, (Stand April 2016)(PDF)
Konzept zur Verbesserung der Situation der Prostituierten in Stuttgart, (Stand Dezember 2014) (PDF)
Statistik zur Prostitution in Stuttgart, 2015 (PDF)

 

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