Bündnis für Wohnen

Mit dem Konzept  "Wohnen in Stuttgart"  hat die Landeshauptstadt die Ziele der Stuttgarter Wohnungspolitik für die nächsten Jahre formuliert. Gemeinsames Ziel der Teilnehmer des "Bündnis für Wohnen" ist es, attraktiven und bezahlbaren Wohnraum in Stuttgart zu erhalten bzw. neu zu schaffen, um Familien mit Kindern und Menschen mit schmalerem Portemonnaie Wohnraum anbieten zu können.

Um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, hat die Landeshauptstadt sich die ambitionierte Zielzahl von mindestens 1.800 Neubauten im Jahr, davon 600 im geförderten Wohnungsbau, gesetzt. Diese Herausforderung im Neubau kann nur in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zwischen Wohnungsbauunternehmen, Baugenossenschaften und Interessensverbänden sowie der Landeshauptstadt gelingen. Folglich vereinbaren beide Seiten, die Verwirklichung dieser Zielzahlen gemeinsam zu verfolgen. Die Anstrengungen der Landeshauptstadt sowie der Teilnehmer des "Bündnis für Wohnen" konzentrieren sich auf diejenigen Maßnahmen, die von beiden Seiten jeweils beeinflussbar sind.

Zentrale Eckpunkte des Wohnungsbaus in der Landeshauptstadt Stuttgart

  • Die Mitglieder des "Bündnis für Wohnen" verpflichten sich dem gemeinsamen Ziel der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sowie der Schaffung und Erhaltung von sozialem Wohnraum.
  • Das "Bündnis für Wohnen" ist sowohl eine Verpflichtung der Teilnehmer untereinander als auch eine Verpflichtung innerhalb der Verwaltung. Die Versorgung der Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum nimmt einen hohen Stellenwert ein und wird durch eine entsprechende Steuerungsstruktur deutlich. Im Geschäftskreis des Oberbürgermeisters wird ein Wohnungsbaukoordinator eingerichtet.
  • Entscheidende Rahmenbedingung des "Bündnis für Wohnen" ist der Umgang mit knapper Fläche. Die Landeshauptstadt ist durch die begrenzte Fläche dem Ziel der Innenentwicklung verpflichtet, Wachstum erfolgt nach "Stuttgarter Maß". Dieser Vorrang erfordert den sorgsamen und schonenden Umgang mit der Ressource Boden. Daher wird die qualitätvolle Nachverdichtung unterstützt und gefördert.
  • Die Intensivierung des geförderten Wohnungsbaus ist nicht alleine aus dem kommunalen Haushalt zu finanzieren. Daher setzt die Landeshauptstadt sich beim Land Baden-Württemberg für eine Fortführung des Landeswohnraumprogramms auf hohem Niveau ein. Weiterhin forciert die Stadt die Optimierung des Landesprogramms, dort wo die Passgenauigkeit für die Förderung in innerstädtischen, verdichteten Lagen bisher noch nicht erreicht wird.
  • Die Herausforderung des bezahlbaren bzw. geförderten Wohnungsbaus in Stuttgart ist nicht alleine in Stuttgart zu lösen. Aufgrund der hohen Verdichtung und Vernetzung der Region würde dies dem Thema nicht gerecht werden. Diese Herausforderung ist eine gemeinsame Aufgabe und Verantwortung der Städte und Kommunen in der Region Stuttgart.

Arbeitskreise

Um die wohnungsbaupolitischen Ziele gemeinsam zu verfolgen, haben die Landeshauptstadt Stuttgart, Wohnungsbauunternehmen, Baugenossenschaften und Interessenverbände im Rahmen des Bündnis für Wohnen intensiv an folgenden Themen gearbeitet:

  • Arbeitskreis I unter Leitung von Bürgermeister Peter Pätzold, Referat Städtebau und Umwelt:  Bebauungspläne, Baurecht, Baugenehmigungsverfahren, Mobilisierung von Grundstücken.
  • Arbeitskreis II unter Leitung des Ersten Bürgermeisters Michael Föll, Referate Wirtschaft, Finanzen und Beteiligungen:  Wohnbauförderung, Erhalt der Belegungsbindungen sowie Wohnungsbelegungen, weitere Finanzierungsmodelle
Über die Ergebnisse der Arbeitskreise können Sie sich hier informieren: Bündnis für Wohnen - Eckpunkte für den Wohnungsbau in Stuttgart (PDF)

Weitere Informationen

Konzept "Wohnen in Stuttgart"
Leerstand vermeiden - Wohnraum schaffen