AMIIGA - Integraler Ansatz zur Verbesserung der Grundwasserqualität in Stadtgebieten

Intergrated Approach to Management of Groundwater quality in functional urban areas

Was ist AMIIGA?

AMIIGA ist ein transnationales Projekt zur Verbesserung der Grundwasserqualität in urbanen Räumen, das von 12 europäischen Partnern im Zeitraum September 2016 bis August 2019 durchgeführt und aus Mitteln des Europäischen Strukturfonds im INTERRREG-Programm CENTRAL EUROPE 2020 gefördert wird.

AMIIGA (Großansicht)

Was ist das Ziel von AMIIGA?

Das Ziel von AMIIGA ist es, wirtschaftliche Lösungen zur Verbesserung der Grundwasserqualität in europäischen Stadtgebieten zu entwickeln und einzusetzen.

Welche konkreten Ziele verfolgt AMIIGA in Stuttgart?

In Stuttgart-Feuerbach soll die Grundwasserqualität im öffentlichen Raum verbessert werden. Dazu werden Qualitätsziele für das Grundwasser festgelegt und ermittelt, welche zusätzlichen Anstrengungen unternommen werden müssen. Denn von einigen der 140 kontaminierten Standorte gehen großflächige Verunreinigungen des Grundwassers durch leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe (LCKW) aus. Es bilden sich Schadstofffahnen, die mehrere 100 Meter lang sind, sich vermischen und daher keinem Standort mehr eindeutig zugeordnet werden können.

Geplante Maßnahmen in Stuttgart-Feuerbach

Auf der Grundlage der Ergebnisse früherer Projekte (insbesondere MAGIC, FOKS und MAGPlan) werden im Rahmen von AMIIGA folgende Maßnahmen durchgeführt:

  1. Integrale Untersuchung der Veränderung der LCKW-Verunreinigungen in den Schadstofffahnen im Grundwasser seit 2007.
  2. Bilanzierung der erzielten Sanierungserfolge durch Fortschreibung hydrogeologischer und numerischer Modelle.
  3. Erstellung eines Managementplans (aufbauend auf dem LIFE-Projekt MAGPlan) mit geeigneten Sanierungsmaßnahmen.
  4. Auswahl eines Netzes von Grundwassermessstellen zur integralen Überwachung der weiteren Entwicklung der Grundwasserqualität. Hierzu ist der Bau von sechs neuen Grundwassermessstellen vorgesehen.

Förderung durch die Europäische Union im Programm CENTRAL EUROPE 2020

Die Gesamtkosten in Stuttgart betragen  rund 581 Tausend Euro. Dafür erhält die Stadt Fördermittel in Höhe von rund 465 Tausend Euro. Diese ermöglichen es, das im Rahmen des MAGPLan-Projektes entwickelte Konzept des Managementplans auf Stuttgart-Feuerbach zu übertragen.
Die Maßnahmen der AMIIGA Projekt-Partner ergänzen sich, so dass aus den einzelnen Bausteinen ein umfassendes Konzept zur Verbesserung der Grundwasserqualität in funktionalen Stadträumen wird.
Insgesamt betragen die Projektkosten rund  2,96 Millionen Euro. Die Projektpartner erhalten Fördermittel bis zu 2,44 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Strukturfonds im INTERREG-Programm CENTRAL EUROPE  2020. AMIIGA ist eines von 35 geförderten Projekten bei 620 eingereichten Anträgen.

Beteiligte Projektpartner

An AMIIGA sind 12 Projektpartner und 9 Assoziierte Partner aus 6 Staaten (Polen, Deutschland, Tschechien, Italien, Slowenien und Kroatien) beteiligt. Projektpartner sind:

  1. Zentrales Bergbauinstitut (GIG) Kattowitz, Polen - Projektkoordination
  2. Stadt Jaworzno, Geologisches Amt, Polen
  3. Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Deutschland
  4. Stadt Nový Bydzov, Tschechien
  5. Technische Universität Liberec, Institut für Nanomaterial, fortgeschrittene Technologien und Innovationen, Tschechien
  6. Provinz Lombardei, Generaldirektion Umwelt, Energie und nachhaltige Entwicklung, Italien
  7. Polytechnische Universität Mailand, Fakultät für Bau- und Umweltingenieurswesen (DICA), Italien
  8. Stadt Parma, Amt für Umwelt und Mobilität, Italien
  9. Geologisches Amt Slowenien, Amt für Hydrogeologie und Grundwasser
  10. Wasserwerke Ljubljana, Slowenien
  11. Universität Zagreb, Fakultät für Bauingenieurswesen, Kroatien
  12. Wasserwerke Zadar, Kroatien
Assoziierter Partner aus Deutschland ist das Regierungspräsidium Stuttgart.

AMIIGA MeetingVergrößernKick-off Meeting der 12 Projektpartner zum Projekt AMIIGA im Zentralen Bergbauinstitut Kattowitz Foto: Amt für UmweltschutzKick-off Meeting der 12 Projektpartner zum Projekt AMIIGA im Zentralen Bergbauinstitut Kattowitz Foto: Amt für Umweltschutz

Weitere Informationen
Projekthomepage

 
 

Mehr zum Thema