Rahmenplan Halbhöhenlagen

Der Rahmenplan Halbhöhenlagen wurde 2007 vom Gemeinderat beschlossen und ist Leitlinie für die Entwicklung der Halbhöhenlagen. Als lokaler Beitrag zum Klimaschutz handelt es sich um ein Planungsinstrument, welches unter Berücksichtigung der Aussagen zum Umweltschutz (Boden, Klima, Freiraum, Naherholung, Landschaftsbild) Bereiche definiert, die aus einer Überlagerung der Kaltluftbahnen und der Grünzüge bestehen und somit wichtige Umweltqualitäten der Hangflächen darstellen.

Im Rahmenplan Halbhöhenlagen werden stadtklimatische und ökologische Argumente in Form von Qualitätsbereichen zusammengefasst. Diesen Qualitätsbereichen sind differenzierte Anforderungen und Maßnahmen zugeordnet. Die zu Grunde liegenden Sachverhalte sind geeignet, um unmittelbar als Abwägungsmaterial in städtebauliche Planverfahren eingestellt zu werden. Für die an der Planung beteiligten Stellen bedeutet dies unter Beachtung einheitlicher Qualitätsstandards und der zu fordernden Transparenz eine erhebliche Arbeitserleichterung und eine Beschleunigung der Planverfahren. Dabei liegt die Stärke dieses Planungsinstruments in seiner engen Verknüpfung von Umweltbelangen mit den zu berücksichtigenden städtebaulichen Erfordernissen der einzelnen Qualitätsbereiche.

Damit besteht mit dem Rahmenplan Halbhöhenlagen für die Stadtbezirke des Stuttgarter Innenstadtkessels eine sog. "andere Planung", die - im Vorfeld der Bauleitplanung angesiedelt - gleichwohl eine abwägungsrelevante Bedeutung für städtebauliche Planungen hat und der notwendigen Schaffung und Erhaltung von Grün- und Freiflächen im sensiblen System der Hanglagen dient. Gleichzeitig trägt der Rahmenplan dem Umstand Rechnung, dass eine isolierte stadtklimatische Begutachtung kleinerer Einzelbauvorhaben auf Probleme der Maßstabsgröße stößt und anstelle einer Untersuchung am Objekt konzeptionelle Lösungsansätze gefordert sind.

 
 

Mehr zum Thema