Sanierung Hochwasserrückhaltebecken Erlenberg

Die Landeshauptstadt Stuttgart betreibt im Einzugsgebiet des Elsenbaches zwischen Vaihingen und Kaltental unterhalb der Gäubahn das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Erlenberg. Das Dauerstaubecken dient seit seiner Fertigstellung im Jahr 1976 in erster Linie dem Hochwasserschutz sowie der Naherholung und bietet Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Die Sanierungsarbeiten am Hochwasserrückhaltebecken Erlenberg. Foto: Tiefbauamt/StadtentwässerungDie Sanierungsarbeiten am Hochwasserrückhaltebecken Erlenberg. Foto: Tiefbauamt/Stadtentwässerung

Im April 2009 wurde eine vertiefte Sicherheitsüberprüfung des HRB Erlenberg zur Anpassung an die Anforderungen der DIN 19700 durchgeführt. Gemäß den Ergebnissen dieser Überprüfung sind im Rahmen einer Sicherheitsanpassung Maßnahmen erforderlich. Das HRB Erlenberg wurde als Dauerstaubecken geplant. Trotz einer Abdichtung aus Lehm kam es in den 1980er und 1990er Jahren zu Ausspülungen am Rand des Beckens und dadurch zu bedeutenden Wasserverlusten, die bis heute anhalten.

Aufgrund der Versickerungsproblematik im Stauraum hat sich ein niedrigerer Wasserstand eingestellt. In regenarmen Zeiten versickert ein Großteil des Zuflusses, wodurch nur sehr wenig Wasser in den Elsenbach gelangt. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Umweltschutz und unter Einbeziehung einer gewässerökologischen Untersuchung wurde eine Planung entwickelt, welche einen konstanten Zufluss zum Elsenbach und ein für Amphibien und andere Tierarten geeignetes Gewässer sicherstellt. Außerdem wird durch eine leichte Dammerhöhung das erforderliche Rückhaltevolumen für den Hochwasserschutz eingehalten. Hierzu wird im Bereich des Zulaufs ein Vorbecken hergestellt. Damit erreicht man mit Hilfe eines Umleitungsgerinnes einen konstanten Zulauf zum Elsenbach. Vor dem Beckenauslauf wird ein weiterer Damm hergestellt um ein entsprechendes Gewässer zu erzielen.

Mit der Maßnahme wurde im Januar 2017 begonnen. In einem ersten Schritt wurde das Becken entschlammt und die Böschungsbereiche gerodet. Während der Amphibienschutzzeit von Mitte Februar bis Mitte Mai können keine Arbeiten im Gewässerbereich ausgeführt werden. Danach werden dann die Dämme gebaut und die sonstigen Einrichtungen instand gesetzt.


 
 

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