Ergebnis der Mehrfachbeauftragung Kinderspielplatz Rosensteinpark

Der Leiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamts, Volker Schirner, hat am 19. Mai den Siegerentwurf der Mehrfachbeauftragung Kinderspielplatz Rosenstein vorgestellt. Gewonnen hat Winkler & Boje Freie Landschaftsarchitekten Stuttgart. Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Prof. Cornelia Bott hat dies in seiner Sitzung am 17. Mai entschieden.

Der Entwurf besticht durch eine ausgeklügelte Gesamtidee. Mit dem nachgezeichneten Dino ist Idee als "Adresse" gut ablesbar und bekommt dadurch überörtlichen Colorit. Die seitlich angeordneten Einzelspielelemente nehmen der Hauptfigur jedoch die Bedeutung. In den Entwurf wird ein großflächiger Platz integriert. Die angrenzenden Wegeführungen wirken dabei zu urban und die anschließenden Wege sind zu überdimensioniert und vermitteln einen hohen Versiegelungsgrad.

Der Spielwert ist für alle Altersgruppen ist hoch und die Spielgeräte abwechslungsreich ausgeprägt. Eine Verschattung der Spielbereiche wird vermisst, das Material könnte sich zu sehr erhitzen bei intensiver Sonneneinstrahlung.

Die Materialität und Ausführung der Geräte (Stahl) ist hochwertig und die ersten Jahre nicht sehr wartungsintensiv, was mit einer ausführlichen Darstellung der voraussichtlichen Wartungskosten dokumentiert wird. Damit ist eine Dauerhaftigkeit der Elemente gegeben. Hinterfragt wird jedoch die grüne Farbe, die sicherlich zunehmend durch das Bespielen der Geräte in Mitleidenschaft gezogen wird.

Der Altbaumbestand wurde berücksichtigt. Die Vorgaben der Kinderbeteiligung wurden eingehalten.

Der Entwurf präsentiert sich überwiegend durch das Hauptspielgerät Dinosaurier. als ein gut wahrnehmbarer Spielort, der einen Gegenwert zum jetzigen Spielturm darstellen kann und sich schlüssig im Erscheinungsbild des Rosensteinparks einfügt.

Spielplatz für ein Naturdenkmal

Das Planungsgebiet umfasst auf einer Fläche von rund 3.690 Quadratmetern derzeit einen Spielplatz für Kinder bis sechs Jahre. Daneben liegt eine Spielpyramide für Kinder von 6 bis 14 Jahre, die zur IGA 1993 errichtet wurde. Beide Spielbereiche sind in die Jahre gekommen und müssen erneuert werden. Im Zuge der Neugestaltung sollen sie zusammengeführt und mit einem gemeinsamen Gestaltungskonzept neu geplant werden.

Im denkmalgeschützten Rosensteinpark, der als klassischer Landschaftspark im englischen Stil in Südwestdeutschland sehr bedeutend ist, befinden sich zwei Spielbereiche, die in einem Gestaltungskonzept zusammengeführt und neu geplant werden sollten. Gefordert war eine Idee, die die Umgebung des denkmalgeschützten Parks, die Natur, das Naturkundemuseums mit seiner Botschaft, die Pausennutzung durch Schulklassen und Kindergruppen, das kognitive Lernen der Kinder sowie die Interessen der Betreuungspersonen und Nutzergruppen miteinander verbindet. Voraussetzung war ein sensibler Umgang mit der bestehenden Parklandschaft, den Baum- und Wegebegrenzungen, den bestehenden Blickbeziehungen und dem alten Baumbestand, der unbedingt erhalten und in die Planung integriert werden musste.

Der neue Spielbereich sollte sich thematisch auf die Umgebung und beispielsweise das Naturkundemuseum beziehen. Materialien, Größe und Ausführung der Spielanlage sollten dem hochwertigen Gesamtbild der umgebenden Parkanlage entsprechen und sich an das Bild des Parks anpassen. Die Spielgeräte sollten bevorzugt aus natürlichen Materialien wie Holz und Stein erstellt werden.

Kinderbeteiligung

Im Juni 2016 fanden zwei Veranstaltungen zur Öffentlichkeitsbeteiligung statt. Die Ergebnisse der Beteiligung waren Bestandteil der Auslobungsunterlagen und in der Planung zu Berücksichtigen. Ein Wasserspiel war nicht vorgesehen.  Auftraggeber sind die Projektpartner Land Baden-Württemberg, vertreten durch die Wilhelma, und die Stadt Stuttgart, vertreten durch das Garten- Friedhofs- und Forstamt. Den Wettbewerb hat das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung koordiniert.

Zur Teilnahme berechtigte Architekten und Landschaftsplaner

Die Auftraggeber haben sechs Planungsbüros ausgewählt, davon haben fünf Entwürfe eingereicht:

  • Wolfgang Blank Landschaftsarchitekt, Stuttgart;
  • Forschungsstelle für Frei- und Spielraum - Christina und Roland Seeger GbR, Hohenahr-Altenkirch;
  • Kunder3 Landschaftsarchitektur GbR, Filderstadt;
  • Munsinger Hans, Ostfildern;
  • Winkler & Boje, Stuttgart

1. Rang

Tarnzahl: 1281

Winkler & Boje
Freie Landschaftsarchitekten
Dipl.-Ing. Werner Winkler
Dipl.-Ing. Thies Boje
Dipl.-Ing. Melinda Szabó
Im Schüle 16
70192 Stuttgart

 
 

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