Interkulturelle Brückenbauer in Untertürkheim, Wangen und Obertürkheim

Über 300 Einsätze von Brückenbauerinnen und Brückenbauern innerhalb von zwei Jahren in Untertürkheim sowie eine Zwischenevaluation ermutigten zu dem Schritt, das Projekt auf die Stadtteile Wangen und Obertürkheim auszuweiten.

Die über 20 aktiven interkulturellen Brückenbauer sind geschulte aufgeschlossene und engagierte Menschen aus den Stadtteilen, sprechen Deutsch und mindestens eine weitere Sprache und verfügen in der großen Mehrheit über einen Migrationshintergrund. Sie haben Interesse an Bildungsthemen, sind kontaktfreudig und besitzen gute Ortskenntnisse.

Zentrale Aufgabe von ihnen ist die mehrsprachige und kultursensible Unterstützung von Familien auf der einen Seite und Schulen, Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen auf der anderen Seite bei Verständigungs- und Verständnisschwierigkeiten.

Von Fachkräften der Kindertageseinrichtungen, der Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie der Schulen wurde der Bedarf formuliert, einen niederschwelligen Zugang zu Familien herzustellen, die im alltäglichen Erziehungsgeschehen Unterstützung benötigen, sich im deutschen Bildungssystem nicht hinreichend auskennen oder noch eingeschränkte Deutschkenntnisse besitzen.

Fachkräfte wiederum brauchen für die Gestaltung eines guten Kontaktes zu Familien aus den verschiedensten Herkunftsländern Orientierungshilfen für einen angemessenen Umgang mit ihrer kulturellen und individuellen Verschiedenheit.

Den erfolgreichen Verlauf verdankt das Projekt der Unterstützung mehrerer Kooperationspartner im Stadtbezirk Untertürkheim - zuvorderst Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel sowie den Mitgliedern des Arbeitskreises Kinder, Jugend, Familie. Auch für die Ausweitung auf Wangen und Obertürkheim ist die Unterstützung durch Kooperationspartner gesichert. Bezirksvorsteherin Beate Dietrich (Wangen) und Bezirksvorsteher Peter  Beier (Untertürkheim) sowie die lokalen Arbeitskreise Kinder, Jugend und Familie haben sich von Anfang an in die konzeptionellen Überlegungen eingebracht.

Die erweiterte Erprobung bis einschließlich 2019 soll Hinweise darauf geben, unter welchen Bedingungen die interkulturellen Brückenbauer einen wesentlichen Beitrag zu gelingenden Bildungsverläufen von Kindern leisten und dadurch Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftliche Integration befördern können. Eine externe Untersuchung soll Aufschlüsse geben, welche Rahmenbedingungen benötigt werden, um dieses Angebot auch in anderen Stadtteilen umsetzen zu können.

 
 

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