Einzelhandels- und Zentrenkonzept Stuttgart

Der Einzelhandel befindet sich seit Jahren schon in einer strukturellen Umbruchphase und unterliegt einem permanenten Anpassungsdruck. Neue Betriebskonzepte und angepasste Geschäftsfelder, neue Mobilitätsbeziehungen und Alltagsorganisationen der Kunden, verändertes Einkaufsverhalten durch stark zunehmenden Onlinehandel, die allmähliche Aufhebung der Funktionstrennung, höhere Rentabilitätsschwellen und die Sortimentsverbreiterung haben unterschiedlichste Auswirkungen auf das Zentrengefüge - auch in Stuttgart. Die Anpassbarkeit der zentralen Versorgungsbereiche mit ihren Lage- und Immobilienqualitäten sowie ihre Neupositionierung gegenüber peripheren Standorten stehen auf dem Prüfstand.

Stuttgart als Landeshauptstadt und größte Stadt Baden-Württembergs ist städtebaulich und funktional durch ihre räumliche Lage und die strukturelle Einbettung in die Region Stuttgart geprägt. Der Einzelhandel in Stuttgart hat damit auch eine wesentliche funktionale Bedeutung für den gesamten Ballungsraum. Diese dominante Stellung gilt es auch für die Zukunft zu erhalten und auszubauen. Das Zentrenkonzept von 1980, welches 1997 und 2008 fortgeschrieben worden war, hat einerseits die Versorgungsfunktion der städtischen Zentren zu sichern und andererseits den Einzelhandel an städtebaulich und funktional richtige Standorte zu lenken. Zu ersterem gehört insbesondere auch die Sicherung der Nahversorgung in den verschiedenen Zentren, zu letzterem ist die Sicherung von Gewerbeflächen zu zählen.

Das 2008 aktualisierte und fortgeschriebene Einzelhandels- und Zentrenkonzept wurde aus dem Stadtentwicklungskonzept Stuttgart (STEK) abgeleitet und bildet den grundsätzlichen Rahmen für die Bauleitplanung, an welcher Stelle welche Art von Einzelhandel zugelassen werden kann. Es stellt darüber hinaus eine wichtige Leitlinie für Investoren und Einzelhandelsbetriebe bzw. -betreiber dar.

Mit der Publikation des Einzelhandels- und Zentrenkonzept Stuttgart werden die für die künftige Einzelhandelsentwicklung strategische Konzeption und die Grundlagen für die vorgenommene Zentrenausweisung transparent dargelegt und eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema Einzelhandel ermöglicht.

Der Strukturwandel im Einzelhandel hat aber nicht nur zu einem massiven Flächenwachstum in der Innenstadt geführt, sondern auch zu strukturellen Flächeneinbußen und Versorgungsengpässen in einzelnen Stadtteil- und Nahversorgungszentren. Vor diesem Hintergrund wurden in den letzten Jahren die Untersuchungen bzw. Konzepte NAHVERSORGUNG KONKRET und STADTTEILZENTREN KONKRET initiiert.

Detaillierte Informationen haben wir für Sie im folgenden PDF-Dokument zusammengefasst:

 
 

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