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Abfallverbrennungsanlage

Weil geeignete Deponieflächen fehlten, musste sich Stuttgart schon in den fünfziger Jahren nach einem platzsparenden Entsorgungssystem für die damals noch stetig anwachsenden Müllberge umsehen. Die Wahl fiel auf die thermische Entsorgung des anfallenden Mülls in einer Abfallverbrennungsanlage. Als geeigneter Standort bot sich das Heizkraftwerk Münster an (damals im Besitz der Technische Werke Stuttgart; kurz: TWS). Durch die Einbindung in das bestehende Heizkraftwerk konnte der bei der Abfallverbrennung erzeugte Dampf in den bereits vorhandenen Dampfturbinen zur Strom- und Fernwärmeerzeugung genutzt werden.

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Historie

1965 ging die Abfallverbrennungsanlage Stuttgart-Münster in Betrieb. Seither wurden dort rund 10 Millionen Tonnen Hausmüll und hausmüllähnlicher Gewerbemüll verbrannt (Stand 2007).

Auch zukünftig soll die Abfallverbrennungsanlage (AVA) der EnBW Kraftwerke AG ein wichtiges Standbein für eine sichere und umweltverträgliche Entsorgung des Restmülls sein. Damit sie diese Aufgabe optimal erfüllen kann, sind ständig technische Neuerungen notwendig.

Restmüllheizkraftwerk Stuttgart-MünsterVergrößernFoto EnBWFoto EnBW

Ertüchtigung

Die Abfallverbrennungsanlage wurde 1993 zur Minimierung der Umweltbelastungen mit einer leistungsfähigen Rauchgaswaschanlage ausgestattet, die Schadstoffe und Staub aus den Rauchgasen entfernt.

Eine katalytische Entstickungsanlage sorgt für eine wirksame Reduzierung der Stickoxide.

Auch bei den immer älter und damit reparaturanfälliger werdenden Müllkesseln war eine grundlegende Erneuerung unumgänglich. Schon Anfang 1994 ersetzte ein neuer Müllkessel (K26) einen der alten Kessel. Ende 1997 ist außerdem der neue Gesamtmüllbunker in Betrieb gegangen. Er verfügt über eine komplett geschlossene Anlieferungshalle, moderne Eingangs- und Ausgangswaagen, hochtechnisierte Kontrollmechanismen sowie großzügige Umladeeinrichtungen. Die stillgelegten Altkessel K28 (Ende 2006) und K27 (Ende 2007) wurden in 2007 durch zwei hochmoderne Ersatzkessel (K21, K22) ersetzt. Mit der Errichtung dieser neuen Müllkessel erhöhte sich die Behandlungskapazität der Abfallentsorgungsanlagen auf 420.000 Tonnen pro Jahr (Bezugsheizwert 11.000 Kilojoule/Kilogramm). Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für eine zuverlässige, umweltverträgliche und wirtschaftliche Restmüllentsorgung in Baden-Württemberg.

Entsorgungsvertrag mit der EnBW

Die Stadt Stuttgart, die Landkreise Esslingen und Rems-Murr haben im April 2003 einen Entsorgungsvertrag mit der EnBW Kraftwerke AG geschlossen. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Stadt Stuttgart und die beiden Landkreise 225.000 Tonnen jährlich in Münster anliefern. Weitere 185.000 Tonnen stehen der zur Entsorgungssparte der EnBW gehörenden T-plus GmbH zur Verfügung, die ebenfalls kommunalen Restabfall in Stuttgart entsorgt, unter anderem aus dem Bodenseekreis, der Region Reutlingen/Tübingen sowie weiteren Landkreisen in Baden-Württemberg.

Ansprechpartner bei der EnBW

Kraftwerksleiter
Dipl.-Ing. Rainer Allmannsdörfer
Telefon (0711) 289-44517
Telefax (0711) 289-47714

Besichtigungen

Vereinbarung von Besichtigungen:
Telefon 0800-2030040

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