Kampfmittelaltlasten

Die Informationen über Kampfmittelaltlasten, d.h. Munition, die nicht zur Wirkung gelangt ist (Blindgänger), sind für die Altlastenbearbeitung aus drei Gründen wichtig.

  1. Durch Bombentreffer können Anlagen zerstört worden sein, in denen umweltgefährdende Stoffe gelagert waren.
  2. Von ehemaligen Bombentrichtern, die mit Brandschutt verfüllt wurden, können Umweltgefährdungen ausgehen, da Brandschutt umweltgefährdende Stoffe (Teeröle) enthalten kann.
  3. Bei Bohrungen oder anderen Aufschlüssen des Untergrundes ist im Einzelfall zu klären, ob wegen eines Kampfmittelverdachts vorbereitende Untersuchungen zur Kampfmittelfreimessung notwendig sind.


Deshalb wurden im Zuge der Altlastenverdachtsflächenerhebung auch die Luftangriffspläne des Stadtarchivs im Hinblick auf die für die Altlastenbearbeitung wesentlichen Informationen ausgewertet.

Die Kartierungen von Luftangriffen und Schäden 1940 - 1945, von Gebäudeschäden, Sprengbomben und Sprengbombenblindgängern auf der Grundlage der von der Stadt Stuttgart in den Jahren 1941 - 1945 gefertigten Aufzeichnungen stehen als Karten "Umweltatlas Altlasten" im Maßstab 1:20000 zur Verfügung. Die Karten sind nicht als Grundlage für eine Kampfmittelfreigabe geeignet. Eine Freigabe kann nur der Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg erteilen.

Weitere Informationen
Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg

 
 

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