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Kunstmuseum Stuttgart - Sammlung und Konzeption

1924 schenkte Graf Silvio della Valle di Casanova seiner Wahlheimat 77 Gemälde Schwäbischer Impressionisten und legte damit den Grundstock für die inzwischen 15.000 Werke umfassende städtische Sammlung. Heute ist Stuttgart vor allem berühmt für seine weltweit bedeutendste Sammlung von Werken des Künstlers Otto Dix. Die Museumsbesucher begegnen aber auch eindrucksvollen Werkbeständen unter anderem von Adolf Hölzel, Willi Baumeister, Fritz Winter, Dieter Roth, Wolfgang Laib und Karin Sander.

In dem markanten Glaskubus finden jedes Jahr drei bis vier Sonderausstellungen statt. Kleinere Ausstellungen vertiefen regelmäßig Aspekte der Sammlung oder setzen Kontrapunkte - wie etwa die Projektreihe "Frischzelle", die jungen Künstler einen Raum bietet.

Gemälde: stark geschminkte Frau in rotem Kleid mit roten Haaren vor einem roten HintergrundVergrößernOtto Dix: Bildnis der Tänzerin Anita Berber. © VG Bild-Kunst, Bonn 2007Otto Dix: Bildnis der Tänzerin Anita Berber. © VG Bild-Kunst, Bonn 2007

Zeitliche Einordnung der Werke

Die Sammlung des Kunstmuseums reicht vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Beginnend mit dem südwestdeutschen Klassizismus und schwäbischen Impressionismus des 18. und 19 Jahrhunderts zeigt sich die regionale Orientierung der Sammlung.

Adolf Hölzel, dessen Werk nirgends sonst so umfangreich vertreten ist, eröffnet das 20. Jahrhundert und den Weg in die Moderne. Das Archiv Willi Baumeister - ein Schüler Hölzels - bildet einen weiteren Schwerpunkt der Sammlung.

Der Expressionismus ist unter andererm durch Künstler wie Wilhelm Lehmbruck und Emil Nolde vertreten. Mit rund 250 Werken besitzt das Kunstmuseum die weltweit bedeutendste Sammlung zu Otto Dix. Der stetige systematische Ausbau dieser Sammlung gehört zum Konzept des Hauses.

Für die abstrakte deutsche Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg steht neben Willi Baumeister das Werk Fritz Winters. Über 500 Werke des Künstlers gelangten 1993 über die Konrad Knöpfel Stiftung Fritz Winter nach Stuttgart.

Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ist in einem breiten Spektrum im Kunstmuseum vertreten. Mit Namen wie Max Bill, Camille Graeser, Dieter Krieg, Dieter Roth und Wolfgang Laib sind hier nur einige bekannte Namen genannt.

Neben diesen Klassikern der zeitgenössischen Kunst engagiert sich das Kunstmuseum auch für eine junge Künstlergeneration der unmittelbaren Gegenwart: Werke von Rebecca Horn, Karin Sander, Georg Winter und Ekrem Yalcindag gehören zu den jüngsten Erwerbungen.

abstraktes Gemälde: drei schwarze Formen, eine rote Form und ein blauer Punkt auf hellem HintergrundVergrößernWilli Baumeister: Tori mit blauem Punkt. © VG Bild-Kunst, Bonn 2008Willi Baumeister: Tori mit blauem Punkt. © VG Bild-Kunst, Bonn 2008

Thematische Einordnung der Werke

Thematisch lassen sich in der Sammlung epochenübergreifend vier bedeutende Bereiche ausmachen: Das Ornament (vertreten durch Adolf Hölzel, René Straub, Ekrem Yalcindag), der politisch-sozialikritische Ansatz (Otto Dix, Hermann Sohn, Björn Melhus, Markus Lüpertz, Rebecca Horn, Ben Willikens), die subversiv-ironische Strategie (Dieter Roth, Martin Creed, Simone Westerwinter, Georg Herold, Karin Sander) und der oft fließende Übergang von der "freien" zur "angewandten" Kunst (Adolf Hölzel, Ida Kerkovius, Oskar Schlemmer, Willi Baumeister, Franco Grignani).

abstraktes GemäldeVergrößernAdolf Hölzel: Ornament I. © Kunstmuseum StuttgartAdolf Hölzel: Ornament I. © Kunstmuseum Stuttgart

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www.kunstmuseum-stuttgart.de

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